szmmctag

  • Gemischte Gefühle

    Gemischte Gefühle

    Der Tod meiner Freundin hat mich mitgenommen. Das hat mir auch einfach wieder meine eigene Situation sehr deutlich gemacht.
    Es kann schnell gehen, verdammt schnell. Ganz egal wie ich mich heute fühle. Das ist irritierend, sehr irritierend.

    Die Nummer die sich meine Verwandtschaft mit diesem Geschreibsel geleistet hat, bringt mich noch immer auf die Palme. Nicht mehr ganz so hoch, aber dennoch. Ich bin nach wie vor fassungslos welche Lügen da offensichtlich über mich kursieren. Wer diesen Mist genau in Umlauf gesetzt hat, weiß ich nicht und gegen diese Personen kann ich erst etwas unternehmen, wenn der Autor des Buches denen versucht die Verantwortung hinzuschieben. Womit ich fest rechne. Ich hoffe sehr, dass mein Sohn damit nichts zu tun hat. Da gab es vor etwa einem Jahr einen Vorfall und ich kann mir durchaus vorstellen, dass er auch einer der „Geschichtenerzähler“ ist. Auch wenn das sehr verletzend ist, kann ich daran nichts ändern und werde es so hinnehmen. Da ist mir wohl bei der Erziehung etwas durchgerutscht. Jetzt ist er erwachsen und verantwortlich für sein Verhalten, völlig egal wie meine Erziehung war. Die Gesellschaft und Umgebung in die er sich begeben hat, hat ihren Anteil . . . . Schade.
    Sämtliche in diesem Buch über mich veröffentlichten Lügen, kann ich ganz leicht, größtenteils amtlich und offiziell, widerlegen. Für den Rest gibt es Zeugen.
    Die Schritte gegen den Autor und das Buch sind eingeleitet und da geht jetzt alles seinen Gang.

    Zur Zeit helfe ich mit meiner ehrenamtlichen (ich finde diese Bezeichnung noch immer total blöd) Tätigkeit, bei zwei Familien. Ein Mal ein Babyjunge mit drei Monaten und das andere Mal einer mit sechs Monaten. Beides total süße Knöpfe die viel lächeln und Spass haben. Vermutlich werde ich auch nochmal die Jungs vom Frühjahr beschäftigen, aber nur ab und an mal. Aber das macht alles Spass und tut mir ausgesprochen gut. Das ist das andere Ende des Lebens. Die sind am Anfang und haben hoffentlich noch ganz viel Leben vor sich. So ein Grinsebaby auf dem Arm ist eine warme Dusche für die Seele. Das eine der Babys grinst laut Mutter auch nur immer bei mir so viel und der Papa hat das nur ganz selten gesehen. Keine Ahnung warum das so ist, aber es ist schön.

    Die Tage sind schon wieder recht kurz und ich mag das überhaupt nicht. Bisher ist der Herbst zwar wirklich sehr mild und recht sonnig, aber ich freue mich jetzt schon auf die Wintersonnwende, wenn die Tage wieder länger werden.

    Gesundheitlich kann ich weiterhin wirklich nicht klagen. Klar, Schleudersitz, aber ich fühle mich gut und fit. Offensichtlich sehe ich auch so aus. Im Dezember plane ich das nächste Screening und das wird dann die Tatsachen im Vergleich zum Gefühl offenlegen. Aber ich bin da recht entspannt. Ich kann es eh nicht ändern und werde es so nehmen wie es ist.

    Insgesamt ist es ein ziemliches Auf und Ab. Wobei Ab kann man nicht wirklich sagen. Ich bin nicht der Typ der sich jetzt gefühlsverwirrt einigelt, aber dieses Gefühlsgedudel ist anstrengend und läßt sich nicht so einfach ausstellen. Auch Trauer ist ein Gefühl das ich durchaus kenne, aber es tut eben einfach weh. Ich will aber auf keinen Fall über meine Trauer jammern. Da gibt es Menschen die sind wirklich ganz anders davon ge- und betroffen und ich versuche da zu unterstützen, so gut ich das eben kann. Man kann da nicht wirklich helfen, nur es mit aushalten und nicht kneifen.

    Ganz weit in meinem Hinterkopf plane ich, ganz vorsichtig, für das Frühjahr eine Reise. Wenn ich das wirtschaftlich gebacken bekomme, werde ich mir einen Wunsch erfüllen. Ich will seit bestimmt 30 Jahren mal Wien ansehen . . . . Ich habe jetzt eine ganz liebe Anlaufstelle dort und es sieht zumindest im Augenblick so aus, als könnte das klappen. So weit voraus zu planen ist zwar relativ mutig, aber zur Zeit sehe ich keinen Grund warum ich das nicht sollte.

    Trauer, Wut und Frust, Freude und Vorfreude, Herbst-Winter-Blues, Schleudersitz,. . . . . das alles gleichzeitig ist schon ein ziemliches Durcheinander und anstrengend.

  • Todesnachricht

    Todesnachricht

    Ich bin traurig und geschockt. Heute hat mich die Nachricht vom Tod einer ebenfalls Brustkrebsbetroffenen erreicht.
    Viel zu jung zum Sterben. So positiv eingestellt . . .
    Sie hat mit den Metastasen noch geheiratet und das hat sie sehr glücklich gemacht. Sie hat versucht ihre Zeit zu nutzen und eine schöne Zeit zu haben. Der Krebs hat das nicht lange zugelassen. Es ging ihr in der letzten Zeit nicht gut und ich habe schon schlimmes befürchtet, aber wir hatten die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

    Irgendwie fällt mir nicht mehr wirklich viel ein dazu. Ich bin sehr geschockt.

    Meine Gedanken sind bei dem wunderbaren und so toll loyalen Ehemann und ich wünsche ihm viel Kraft. Ich wünsche ihm Menschen die ihn nun so stützen und tragen, wie er das mit seiner Frau getan hat. Ich weiß das solche Männer eine Seltenheit sind und die Beiden hatten großes Glück miteinander.

  • Das Leben geht weiter

    Das Leben geht weiter

    Nachdem ich nun einige Tage in so etwas wie Schockstarre verbracht habe und mit den unterschiedlichsten, sehr negativen Gefühlen kämpfen mußte, habe ich jetzt beschlossen: damit ist Schluß.

    Diese Menschen sind es einfach nicht wert, dass ich mich derart aus der Bahn werfen lasse.
    Ich habe schlecht schlecht geschlafen und konnte mich kaum auf irgendetwas konzentrieren.
    Ich weiß, ich habe den Kontakt genau wegen dieses Verhaltens abgebrochen. Eigentlich ist das überhaupt nichts wirklich neues, aber die Art wie ich damit konfrontiert wurde, war einfach schockierend für mich. Dieses kranke Verhalten, so völlig unerwartet und öffentlich demonstriert zu bekommen und derart verlogenen Geschichten im Netz zu lesen, ist schon ein Hammer. Irgendwie hatte ich wohl gehofft, dass es Änderungen oder wenigstens ansatzweise Einsicht gibt. Aber das Gegenteil ist der Fall.

    Diese Sache ist einfach auch für meine gesundheitliche Situation sehr schlecht. Ich muß das weit von mir schieben.

    Das ist eine gute Gelegenheit mal von meinem bisher letzten Albtraum zu erzählen, weil der ausgesprochen deutlich war. Zum Zeitpunkt dieses Traumes hatte ich schon einige Jahre diesen Kontakt abgebrochen. Ich war über 40 Jahre alt und als Krankenschwester voll berufstätig:

    „Ich komme nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause und da sitzen meine Eltern, unangemeldet und seeeehr überraschend in meinem Wohnzimmer. Bei dem Anblick bleibt mir die Luft weg und ich habe keine Ahnung wie sie in die Wohnung gekommen sind. Ich gehe also in meine Küche um erst Luft zu bekommen und mir einen Kaffee zu machen.
    Sofort beim Betreten meiner Küche ist mir klar, die komplette Küche ist umgeräumt. Nichts steht mehr an seinem üblichen Platz und ich finde nichts wieder . . . . „

    Dann wurde ich schweißgebadet wach. Eigentlich lachhaft. Aber wenn man die Umstände kennt, dann sagt dieser Traum einfach alles....

    Ich werde mit diesen Personen garantiert nie mehr in meinem oder deren Leben Kontakt haben. Völlig egal was noch passiert.

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    Den neu überdachten Teil meiner Terasse, findet meine Mietze ganz toll. Sie liegt sehr viel da draussen rum. Ein neuer Teppich in meinem Wohnzimmer hat auch ein solche Wirkung. Erst wurde ausgiebig darauf rumgerollt und nun liegt sie an allen möglichen Stellen immer mal Probe. Normalerweise findet sie jede Änderung erst mal grässliche, aber das mit der Überdachung und der neue Teppich, da war sie ganz anders und eher erfreut und sehr neugierig.

    Dann war ich diese Woche mal wieder ein paar Stunden in Sachen Ehrenamt unterwegs. Ein süßer, drei Monate alter Knopf der unendlich viel am lächeln und grinsen ist . . . wenn er nicht gerade schreit. Das ist jetzt für die nächsten Monate meine Aufgabe und es macht wieder viel Spass.
    Die vorherige Ehrenamts-Familie hat sich gemeldet und mich gefragt, ob ich da auch nochmal einspringen kann und mich um den Kleinsten kümmere. Mal sehen wie das terminlich paßt.

    Der Herbst ist inzwischen hier angekommen und es ist feucht, recht düster, aber immer noch ziemlich warm. Es ist fast schwül. Um mich rum blüht es noch immer ein wenig und ein paar meiner Pflanzen glauben es sei Frühling und legen nochmal los.
    In den nächsten Tagen werde ich wieder neue Blumenzwiebeln und Samen einbuddeln. Die werden dann im Frühjahr sehnlichst erwartet und deren Wachstum genauestens beobachtet. Die ersten bunten Punkte im Frühling sind einfach die schönsten. Ich mag die Stadt im Winter nicht so. Also geniesse ich jetzt die letzten Reste grün und bunt.

  • Buckliche Verwandtschaft

    Bucklige Verwandtschaft

    Normalerweise lasse ich alles was Familie betrifft, hier komplett aussen vor.
    Das hat sich grundlegend geändert >:XX.
    Wenn mir danach sein sollte, werde ich in Zukunft hier auch über den Einen oder Anderen mal eine Story loslassen.

    Gestern bin ich auf etwas aufmerksam gemacht worden, dass dem Faß nun endgültig den Boden ausschlägt.

    Da hat ein Verwandter ein Buch geschrieben, in welchem ich auch vorkomme. Ich muß dazu sagen, dass ich seit 15 Jahren zu keinerlei Verwandten mehr Kontakt habe. Weil ich das so will und nicht weil irgendetwas dramatisches vorgefallen wäre.

    Man stößt im Internet auf diese mich betreffenden Buchtexte, wenn man mit bestimmten Begriffen sucht.
    Dort stehen Dinge über mich, die mich fassungslos machen.

    Ich habe keine Ahnung wer von Familie hier noch mitliest, aber Leute, habt Ihr noch alle Latten am Zaun, Tassen im Schrank, Nadeln an der Tanne?

    Da werden (in völlig falschem Zeitrahmen), Dinge über mich behauptet, die mit der Realität so rein gar nichts zu tun haben. Das kann ich auch jederzeit belegen und Zeugen (sh. Pelzmantel oder Gemälde) gibt es auch genug.

    Da werden mir Aussagen in dem Mund gelegt die so was von erfunden sind, da fällt mir echt nichts mehr ein.

    Da ich zum Autor des betreffenden Buches seit der Kindheit keinerlei Kontakt habe, ist mir auch klar, woher er diese „Informationen“ hat.

    Dieses Verhalten bestätigt alle Gründe für meinen Entschluß, mit dieser Sippe nichts zu tun haben zu wollen.
    Diese Menschen sind zwar alle schon recht alt und leiden sicher unter einem gewissen Verlust an Hirnmasse, aber das geht eindeutig einige Schritte zu weit.
    Ich spiele in diesem Buch zum Glück keine tragende Rolle, aber ich komme darin auf mehreren Seiten vor und es ist absolut einfach mit mir heute, in Verbindung zu bringen.

    Ich kann nicht einschätzen wieviel mir diese unwahren Behauptungen schon geschadet haben und welche Kontakte dadurch zerstört wurden.
    Dieses Buch hat mit Sicherheit keine hohe Auflage und auch keinen großen Kreis interessierter Leser, aber es gibt es. Außerdem stößt man, wenn man nach mir sucht und die entsprechenden Begriffe dazu eingibt, darauf. Das geht überhaupt nicht.

    Es stehen auch noch andere Unwahrheiten meine Familie betreffend in diesem Fetzen, aber das ist nicht mein Problem und wenn Ihr Euch das so gefallen laßt - bitte.

    Was Ihr da an unwahren Informationen über mich rausgegeben habt, ist echt der Hammer und zeigt Euere wahre Einstellung und Denkweise. Plastischer hättet Ihr Euch gar nicht darstellen können.

    Sollte einer von Euch an meinem Sterbebett erscheinen wollen: spart Euch das. Ich werde Euch in hohem Bogen rauswerfen. Ich möchte schon seit 15 Jahren nichts mehr mit Euch zu tun haben und falls Ihr Euch tatsächlich noch immer fragt warum, spätestens jetzt sollte Euch ein Licht aufgehen. Ihr lebt auf Eurem eigenen von Euch selbst beherrschten Planeten. Respekt ist ein Fremdwort für Euch.
    Ihr verdreht die Dinge so lange, bis sie in Euer Bild passen, ganz egal wer am Ende die Konsequenzen zu tragen hat.
    Ihr erzählt über meinen letzten Ehemann und den Unfalltod seines Sohnes ebensolche Unwahrheiten und auch das wird Konsequenzen haben. Denn auch das steht in diesem Papierhaufen. Ich werde ihn informieren und er läßt sich das mit Sicherheit ebensowenig gefallen.
    Ich bin auf dem Laufenden was Ihr alles so über mich in der Gegend rumplappert. Wer Euren Mist glaubt, ist mir egal. Ich habe mit diesen Menschen nichts mehr zu tun und das bleibt auch so.
    Aber das was Ihr da über mich habt veröffentlichen lassen, geht eindeutig zu weit.

    Es gibt Rechte, Persönlichkeitsrechte. Die gelten auch für Euch. Wenn Ihr diese Tatsache schon im realen Leben ständig derart missachtet und dann noch derartige Informationen über einen Menschen der seit 15 Jahren keinerlei Kontakt mit Euch hat, veröffentlichen laßt, werdet Ihr mal von kompetenter Stelle darüber belehrt werden müssen.

    Mit mir habt Ihr das im realen Leben bis zum Kontaktabbruch durchgezogen und jetzt ist es wohl mal Zeit, dass Euch und diesem Autor, von einer dritten Stelle mal jemand erklärt was Persönlichkeitsrecht ist.

    Was glaubt Ihr eigentlich wer Ihr seid ??
    Bleibt bloss raus aus meinem Leben !!
    Ihr armen Hascherl; die so gar nicht verstehen warum ich nichts mit Euch zu tun haben möchte. Laut Buch leidet Ihr ja unter diesem Umstand doch sehr und versteht die Gründe so überhaupt nicht. Hört bloss auf weiter so einen Scheiß über mich zu verbreiten. Noch bin ich nicht tot.

  • Cortison

    Cortison

    Heute möchte ich mal ein paar Infos über Cortison loswerden.

    Die aktuell richtigen chemischen Bezeichnungen spare ich mir. Das spielt hier jetzt keine Rolle. Auch die Frage ob synthetisch oder natürlich ist hier nicht wichtig. Es gibt auch noch ein paar andere Details, aber auch die spielen heute keine Rolle.

    Im allgemeinen wird einfach von Cortison gesprochen. Damit meinen auch alle immer das Gleiche.
    Cortison wird in der Nebennierenrinde gebildet. Bei jedem gesunden Menschen. Also ein körpereigener Stoff der seine Aufgaben hat.

    Es gibt Menschen die lassen sich völlig unbesehen wegen Pippifax mit Cortison vollpumpen. Es gibt auch Menschen die diesen Stoff komplett ablehnen. Meist wissen die Betroffenen überhaupt nicht wirklich, was Cortison ist und was es macht.

    Es gibt viele Menschen mit Krankheiten die eine ständige oder widerholte Gabe von Cortison benötigen. Viele Haupterkrankungen werden mit Cortison behandelt. Bei Allgerieschocks ist die Gabe davon überlebensnotwendig. Bei schlimmen MS-Schüben werden hohe Dosen verabreicht. Bei Organtransplantationen ist die Einnahme unerlässlich. Bei fast allen Autoimmunerkrankungen spielt Cortison eine wichtige Rolle in der Therapie. Diese Liste könnte noch lange fortgesetzt werden.

    Für wichtig halte ich, dass man einen Mechanismus der damit zusammenhängt kennt und versteht.

    Vereinfacht erklärt:
    Die körpereigene Produktion von Cortison wird über die Hirnanhangsdrüse gesteuert. Ist der Cortisonspiegel im Blut zu niedrig, kommt von der Hirnanhangsdrüse per Botenstoff die Aufforderung an die Nebennierenrinde, Cortison zu produzieren. (Also in Wirklichkeit gibt es da noch ein paar andere Stoffe und Wirkungen, aber das ist hier jetzt nicht so wichtig.)
    Dieser Botenstoff bzw. dieses Hormon heißt ACTH.
    Bei Stress wird mehr davon produziert und darauf produziert die Nebennierenrinde dann mehr Cortison.
    Natürlicherweise hat der Mensch am Morgen, so gegen 8 Uhr den höchsten Cortisonspiegel.

    Menschen die regelmässig und /oder über eine gewissen Zeit Cortison einnehmen, müssen bestimmte Dinge beachten. Durch die Erhöhung der Cortisonspiegels von aussen, muß die Hirnanhangsdrüse ja keinen Botenstoff mehr absenden und die Nebenniere nichts mehr oder weniger Cortison produzieren.
    Durch Cortisoneinnahme kann in der Folge dann passieren, dass diese natürliche Regelung einfach einschläft und nicht mehr aufwacht.

    Durch sehr sehr langsames, in kleinen und kleinsten Stufen, Ausschleichen, versucht man das zu verhindern. Das gelingt nicht immer.
    Die Folge kann dann ein Versagen der Nebennierenrinden sein. Eine Nebennierenrindeninsuffizienz. Die gibt es auch aus anderen Gründen und heißt dann Morbus Addison.

    Die Symptome einer (zu) hohen Dosierung sind bekannt. Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Wundheilungsstörung, etc.

    Die Symptome eines Cortisonmangels sind vielfältig. Übelkeit, Antriebsschwäche bis zur Depression, Wundheilungsstörung, Kreislaufschwäche , Aggresivität oder Depression . . . . manchmal dem Fatique Syndrom sehr ähnlich.

    So und nun zu dem Grund warum ich das hier schreibe.

    Während einer Chemotherapie wird fast immer Cortison gegeben. Manchmal in heftigen Mengen und über einige Tage. Das Ganze dann über Monate immer wieder.
    Allerdings wird hier nie ausgeschlichen, sondern immer sofort einfach wieder aufgehört. Das birgt aber das Risiko, dass es hinterher eben kein körpereigenes Cortison mehr gibt.
    Ich weiß nicht, warum die Onkologen sich nicht darum kümmern und das was andere Ärzte tun, einfach links liegen lassen. Eigentlich haben der Endokrinologe und auch der Onkologe, Medizin studiert. Die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fach, erfolgt erst später.
    Vielleicht ist in Anbetracht der Behandlung einer lebensbedrohenden Krebserkrankung dieser Aspekt oft einfach nicht naheliegend.
    Während einer Chemotherapie hätte man noch nicht wirklich richtig augeschlichen, da kommt schon die nächste notwendige hohe Gabe. Das Ausschleichen ist also nicht wirklich durchzuführen. In der Folgezeit den ACTH-Spiegel im Auge zu behalten wäre allerdings leicht machbar.

    Es ist sicher nicht der Regelfall, dass die Nebennierenrinde nach so einer Therapie, nicht wieder anspringt. Aber es kommt eben vor.

    Bei mir war es so und wäre ich nicht selbst auf die Idee gekommen, was in Wirklichkeit hinter den fiesen Symptomen steckt, wäre ich nicht mehr am Leben. Alle in meinem Umfeld, auch die Onkologen, waren der festen Überzeugung, dass mich nun eben der Krebs dahinrafft.

    Mir waren die Symptome aber irgendwie bekannt und ich habe mich selbst gekümmert und bin zu einem Endokrinologen. Ich hatte bis dahin mehrere Addison-Krisen und viel Glück, das überlebt zu haben. Mit der ersten Substitution des fehlenden Cortisons waren sämtliche Symptome und einige die ich nie damit in Zusammenhang bringen würde, schlicht und ergreifend sofort verschwunden.

    Der Cortisonmangel führt nach einer gewissen Zeit zum Tod. Oft in Verbindung mit sogenannten Addison-Krisen. Wenn wenigstens noch eine mini Produktion besteht, kann man solche Krisen überleben, aber nicht dauerhaft.
    Die genauen chemischen und körperlichen Vorgänge bei einer Addison Krise und was dazu führt, spare ich mir hier ebenfalls. Wer das wissen will, kann es im Netz nachlesen oder bei mir nachfragen.

    Wer nach Beendigung einer Chemotherapie mit Cortisongaben, übermässig lange braucht sich zu erholen, massiv unter dem sogenannten Fatique-Syndrom leidet, sollte einfach mal darauf bestehen, seinen ACTH –Spiegel überprüfen zu lassen. Das gilt auch besonders für Menschen die in ihrem Leben aus ganz anderen Gründen schon immer mal wieder oder auch dauerhaft Cortison einnehmen mußten oder injeziert bekamen.
    Dieser Wert ist noch keine Diagnose, gibt aber einen Anhaltspunkt und am besten berät man dann (oder schon vorher) mit einem Endokrinologen.
    Natürlich gibt es auch jede Menge Krankheiten die damit zu tun haben, aber darum geht es mir heute nicht.
    Ich bin der festen Überzeugung (durch eigene Erfahrung) dass es eine Anzahl Menschen gibt, die nicht an ihrem Krebs sterben, sondern schlicht und ergreifend an einem Versagen der Nebennierenrinde. Und das völlig unerkannt. Das ist in meinen Augen völlig überflüssig.

    Ich mache es keinem Arzt zum Vorwurf, nicht daran gedacht, oder es nicht erkannt zu haben. Gerade ein Onkologe hat eine völlig andere Sichtposition und kann vermutlich überhaupt nicht auch an diese Möglichkeit denken. Zumal die Symptome eben sehr gut in den Zustand „nach Chemo“ passen.
    Ich fände es an der Zeit, dass hier mal eine Studie gemacht wird. Es kostet kein Vermögen, nach einer Chemotherapie ein paar Blutwerte zu kontrollieren und im Auge zu behalten. Wir werden ja sowieso alle paar Wochen angezapft für andere Werte.
    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es sehr viel Sinn macht, diesen Nebenwirkungs-Aspekt der Chemotherapie, nicht aus dem Auge zu verlieren.

    Wer mehr zu Cortison und Nebennierenrindeninsuffizienz wissen möchte, findet im Netz sehr viele Infos. Ich stehe für Rückfragen und Unsicherheiten auch gerne zur Verfügung. Ich bin kein Arzt, stelle keine Diagnosen. Ich kann nur Tipps geben und den Rücken stärken.

    Wer wie ich damals, einen Onkologen hat, der das überhaupt nicht einsieht oder versteht, sollte schnellstens den Arzt wechseln. Es bricht auch einem Onkologen keinen Zacken aus der Krone, mal einen Überweisungsschein zum Endokrinologen auszustellen. Meiner hat sich damals ziemlich angestellt und mir den Schein mit den Worten: „Du gibst ja eh keine Ruhe“ rübergeschoben.
    Der Endokrinologe hat bei Betrachtung meiner Werte die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und mir zu meiner Berufswahl gratuliert.

    Hört auf Euer Bauch- und Körpergefühl. Es ist Euer Körper. Ihr seid die längste Zeit mit ihm zusammen und kennt ihn am besten.

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