szmmctag

  • Liebestoll

    Liebestoll

    Meine Katzenlady scheint in der Katerwelt ausgesprochen beliebt zu sein. Sie selbst findet das ganz offensichtlich reichlich doof. Sie mag keine Artgenossen. Egal ob Kater oder Katze.
    Der olle Kater Charly schleicht ja seit dem Einzug meiner Lady hier um die Wohnung und sobald er merkt, dass ich nicht da bin, kommt er auch rein. Ab und an ist in der Dämmerung mal Geschrei vorne oder hinten im Garten. Aber sobald ich auf der Bildfläche erscheine, trollt sich Charly und Madame bedankt sich bei mir.
    Neulich wurde ich um vier Uhr in der Frühe durch wirklich lautes und ausgesprochen heftiges Katergeheul geweckt. Ich also Bademantel an und raus auf die Terrasse. Da saß ein, in meinen Augen, hübscher Kater und war entsetzlich am rumheulen und Lärm machen. Ich habe den hier noch nie gesehen und nachdem ich erschienen bin, hat er sich sofort getrollt. Mit sehr beleidigtem Blick. Meine Lady saß am Fenster, hat nur die Pfoten und die Nasenspitze rausgehalten und mit rieeeesen Augen um die Ecke geschaut.
    Ein weiterer Kater war schon auf dem Weg durch die Terrassentüre, als er mich entsetzt bemerkt hat und dann schnell wieder verschwand.
    Meine Lady ist ja kastriert und ich habe keine Ahnung warum die Kater hier jetzt Schlange stehen, zumal sie das nicht mag und eher genervt und ängstlich reagiert.
    Aber lustig ist es trotzdem irgendwie. Vor allem immer der Blick meiner Lady. Was männliche Artgenossen angeht, sind wir Beiden wohl ähnlich begeistert. Wobei meine Verehrer, sich wenigstens den „Liebesgesang“ bisher verkniffen haben.

    Diese nervigen Kater waren auch der Hauptgrund, warum ich meine Katze nicht während der Reha alleine zu Hause lassen wollte. Jetzt gibt es eine optimale Lösung. Wohnung und Katze sind sozusagen rundum betreut.

    Ich bin in gutem Zustand, meine Katze ist versorgt, es ist Sommer und ich kann jetzt ganz bald, wirklich völlig entspannt an die Ostsee.

    Ich hatte inzwischen noch einen Termin in der Onkologenpraxis und es sieht so aus, also ob ich mit dem neuen Herrn Doktor klar komme. Zumindest war ihm Radionuklidtherapie bekannt. Das ist immer mein Test. Ich frage einen neuen Dok, ob er es für eine gute Idee hält, im Herbst mal eine solche machen zu lassen. Meist erkenne ich gleich am Gesichtsausdruck wie es mit dem Fachwissen aussieht. Naja, der letzten Dame musste ich dann erklären was das ist, wie es geht und warum man das macht. Von solch einem unwissenden Arzt, würde ich mich nicht optimal beraten fühlen. Daher hat der „Neue“ schon mal gepunktet.

  • Screening

    Screening

    So, heute war mal wieder Fahrt durchs CT angesagt. Vom Scheitel bis zur Sohle. Vorher ordentlich Kontrastmittel schlucken und während der Untersuchung wurde noch Kontrastmittel in die Vene gespritzt. Das ganze Procedere ist mir ja nicht neu und da ich immer in die gleiche Praxis gehe, bin ich dort auch reichlich bekannt. Nach der Untersuchung gehe ich immer frühstücken und ein bisschen spazieren. Danach kann ich dann Befunde und Bilder abholen. Normalerweise werden nur die Bilder mitgegeben und der Befund geht direkt an den überweisenden Arzt. Dies habe ich aber von Anfang an nicht mitgemacht und ich bekomme jedes Mal ohne großen Aufstand die Befunde in die Hand gedrückt.

    Ergebnis auch heute: weiterhin Stillstand.

    Jemand der nicht wirklich mit so einer Situation vertraut ist, meint nun sicher, ich müsste große Luftsprünge machen . . . . .
    Dieses Untersuchungsergebnis ist aber eine aktuelle Situationsbestimmung. Keine Prognose. Natürlich freue ich mich über den nun schon seit ca. 18 Monaten anhaltenden Stillstand. Mehr aber auch nicht. So das wahnsinns Ergebnis finde ich das, bei seit über vier Jahren laufender Chemo nicht.
    Weiter Luft anhalten und nicht wissen wann es, wie, weitergeht.

    Aber nach so langer Zeit mit dem Krebs, habe ich mich an eine gewisse Unsicherheit und das Nichtvorhandensein einer Lebensrichtung gewöhnt. Ich bin in vielen Dingen noch kompromissloser geworden. Ich verschwende meine Zeit nicht mit Menschen die mich nicht verstehen, mich belügen, verletzen, beleidigen, langweilen oder mir auf den Keks gehen. Da gibt es dann einen ordentlichen verbalen Hieb und dann ist Ruhe.
    Ich halte mich in sehr vielen Dingen nur an mein Bauchgefühl und lasse mich nicht davon abbringen. Auch was die Therapien angeht, läuft alles nach meinem Bauchgefühl und Fachwissen. Bisher scheint das der richtige Weg zu sein, also bleibt es dabei.

    Morgen hat mein bester Kumpel Geburtstag und ich werde ihm eine ordentliche Portion selbstgemachte frische Mousse aux Chocolat an seinen Arbeitsplatz bringen.
    Ich verzichte ja weitgehend auf Produkte mit Weißzucker, aber morgen wird eine Ausnahme gemacht. Das haben wir uns verdient.

    Ansonsten bin ich viel unterwegs und in meinem Garten. Ich genieße die Jahreszeit, die Natur und die Wärme. Ich kann ohne große Einschränkungen leben. Ich sehe absolut gesund und fit aus. Das macht es zwar gerade bei den Ärzten manchmal etwas schwierig, aber egal. Klar machen Chemotherapien nicht gerade jünger oder hübscher, aber ebenfalls egal. Ich benötige so gut wie keine Schmerzmedis und das ist super. Mein Fuß funktioniert, bis auf eine Arthrose als Folge der Fraktur, wieder super gut. Ich kann nur noch flache Schuhe tragen, aber das ist wirklich komplett egal. An die sonstige Tablettenschluckerei habe ich mich gewöhnt und die Nebenwirkungen sind weiter gut selbst zu behandeln. Termin für den nächsten Stentwechsel habe ich auch schon vereinbart und ich hoffe das klappt wieder ohne Komplikationen.

    Jetzt geht dann bald die Reha los und ich kann relativ entspannt und auch ohne Frakturgefahr durch die Knochenmetastasen die Zeit genießen und dann noch ordentlich feiern gehen :D

    Einen lmaA-Gruß an die Menschen, welche mich in schlechten Zeiten vor lauter Schiß vor Tod und allem was damit zu tun hat, maßlos enttäuscht und verletzt haben . . . Ich bin froh, Euch Pappnasen los zu sein. Es geht mir ganz offensichtlich, ohne Euch, viel besser. Totgesagte scheinen gut und länger zu leben

  • Es tut sich was

    Es tut sich was

    Die Menschen die mich etwas näher kennen, wissen wie sehr ich meinen Beruf vermisse. Jetzt habe ich vielleicht die Möglichkeit, wieder ein wenig als Op-Schwester zu arbeiten.
    Morgen gibt es einen Schnuppertag.
    Bis nach der Reha möchte ich geklärt haben, in welchem Umfang ich das tun kann, ohne meine Rente zu gefährden.
    Da in den nächsten Wochen wieder ein Screening ansteht, weiß ich dann auch von dieser Seite aus, ob so eine kleine Tätigkeit Sinn macht. Ich möchte da natürlich nicht jetzt anfangen und in wenigen Wochen zwingt mich der Krebs wieder zur Aufgabe. So ein klein wenig Perspektive sollte das schon haben.
    Der neue Chef geht absolut gelassen mit meiner metastasierten Situation um. Er sagt, jede Mitarbeiterin kann theoretisch morgen tot umfallen oder vom Bus überrollt werden.
    Die Tätigkeit würde mir Unabhängigkeit vom Amt bringen. Alleine dafür würde ich einiges auf mich nehmen . . . (dieser ständige scheiß Papierkram wegen ein paar Kröten)
    Selbstverständlich wäre meine gesamte wirtschaftliche Situation dann auch ein klein wenig besser. Natürlich wird diese Arbeit nur in sehr kleinem Umfang ausgeübt und reich werde ich damit nicht, aber der größte Druck wäre damit weniger.
    Noch kann ich nicht einschätzen, wie ich körperlich damit klarkomme, aber auch darum habe ich um den Schnuppertag gebeten. Ich hoffe, dass ich das wuppe, ohne so sehr schnell an Grenzen zu stossen.
    Da macht die Reha gleich nochmal mehr Sinn.

    Ansonsten geht alles seinen Gang. Das Ehrenamt macht mir nach wie vor sehr viel Freude und die Kids sind einfach Klasse. So unverfälscht, direkt und offen. Das möchte ich gerne trotz eventueller Arbeit, weiter machen.

    Die aktuell getestete Onkologin ist ebenso eine Lusche. Sie hat noch nie was von Radionuklidtherapie gehört und ich mußte ihr erklären was das ist, wie es gemacht wird und welche Wirkung und Nebenwirkung es hat. Damit hat sich das für mich erledigt. Ein Onkologe der diese, in meinen Augen, einfache, wirksame und einfach wichtige Therapie nicht kennt, gewinnt nicht mein Vertrauen. Die Dame ist nett und freundlich, aber das war es dann auch schon. Dann kann ich auch zum Bäcker oder an die Tanke gehen.
    Die vorherige Onko-Lusche hat die Mitarbeit in der Praxis aber schon wieder beendet und es gibt demanächst wieder einen Nachfolger. (Ja Frau Doktor H, sie haben eine sehr große Lücke hinterlassen) Termin für meinen Test ist gemacht. Ich hoffe diesmal etwas Kompetenz zu treffen. Wenn nicht, muß ich dann doch die Praxis wechseln. Blöd, weil die dann doch ein ganzes Stück weiter weg wäre, aber auf Dauer sollte ich doch einen Onkologen haben, dem ich vertraue.

    Das Ticket für das Festival, welches während meiner Reha, dort ganz in der Nöhe stattfindet, habe ich schon hier und ich freue mich auf die Zeit an der Ostsee. Ich freue mich auf Reha und Festival gleichermassen. So schlecht wie ich schon die eine oder andere Rehaklinik kennengelernt habe, kann die jetzige gar nicht sein.

    Meine gesundheitlichen Probleme halten sich in Umfang und Störke. Sehr viel kann ich durch Pflege auffangen und bei den meisten anderen Problemen, weiß ich mir auch ohne Arzt zu helfen. Der zwischenzeitlich mal bei einem Podologen gestartete Versuch, war mehr als ein Reinfall. Ein bis dahin gut handelbares Problem wurde fast zu einer Katastrophe. Also kümmere ich mich auch darum lieber nur selbst. Inzwischen habe ich das wieder im Griff und bin auf dem deutlichen Weg der Besserung.
    Aber alles zusammen ist wirklich kein Drama. Wenn man die Befunde kennt, die CT-Aufnahmen gesehen hat . . . es könnte wirklich schlimmer sein. Viel nerviger Kleinscheiß, aber alles gut zu beherrschen und zu ertragen. Die MS spüre ich nur selten. Den Addison, das Rheuma und den Hashimoto, habe ich gut im Griff. Mit der Zeit habe ich gelernt, wann ich was, wie, dosieren muß.
    Die juristischen Dinge gehen ihren Gang und ich muß mich zur Zeit kaum damit befassen.

    Neulich hat eine Freundin angerufen mit der ich länger nicht gesprochen hatte . . sie fragte natürlich wie es mir geht. Auf meine Antwort :“bombig“ meinte sie, ob ich verliebt sei -------
    Aber verliebt sein ist kein Thema mehr für mich. Ich will mich nicht verlieben und wer mir in dieser Richtung zu nah kommt, verschwindet ganz schnell aus meinem Umfeld. Dieses Thema hat sich für mich erledigt. Ich will nicht mehr. Ich vermisse da Nichts und Niemand. Ich war verheiratet (oft genug), verliebt (ein Mal zuviel), habe ein Kind groß gezogen und damit ist das Thema für mich, ein für alle Mal durch.
    Ich habe gute, zuverlässige und vor allem ehrliche Freunde und Freundinnen. Das ist wesentlich mehr wert und reicht absolut.

  • Heute mal Musik

    Heute mal Musik

    Ich finde das paßt zu den Sommertagen und vermittelt die richtige Stimmung. Nicht gerade aktuell, aber passend. B)

    Das Original:

    Vom Meister:

    Auch zu Temperatur passend und mit ausgesprochen lustig aussehenden Musikern . . . so war es damals eben in.

    Das folgende Stück ist überhaupt nicht meine Musik, hat mit Gesang nix zu tun und den Typen mag ich auch nicht. Aber ich finde, in anderen Stücken dieser Art geht es um Gewalt, Sex, Diskriminierung und ähnlich ätzendes und das hier ist einfach mal gaaaaanz anders. Mich berührt es irgendwie:

  • Deppenalarm

    Deppenalarm

    Der IQ von 100 % entspricht dem aktuellen Mittelwert der Bevölkerung . . . . . arme Welt.

    Manchmal bin ich wirklich fassungslos.
    Es gab mal wieder ein Formular, welches von meinem Onkologen, mit ca. 12 Worten und drei Kreuzchen, ausgefüllt werden mußte. Über den tieferen Sinn dieses Formulares und die jährliche Wiederholung, schüttel ich schon kaum noch den Kopf.
    Also sofort nach Posteingang bei mir, den Krempel gepackt und in die onkologische Praxis gebracht. Dort habe ich dem Suppenhuhn am Tresen dann sehr genau erklärt worum es geht, und dass das nicht sehr viel Zeit hat. Ich habe ihr einen Umschlag und eine Briefmarke in die Hand gedrückt, ebenso wie das Anschreiben und darum gebeten, das alles, wegen Zeitersparnis, direkt ans Amt zu schicken.

    Heute morgen am Briefkasten traue ich meinen Augen nicht: Post aus der Praxis. Was machen die Sumpfgurken - sie schicken den ganzen Krempel, sage und schreibe, drei Wochen später, wieder zu mir nach Hause.
    Auf Rückruf erfahre ich dann natürlich, dass wieder keiner weiß warum das so gelaufen ist und es war mal wieder „ eine Kollegin“ Wie immer. Es war nie Die mit der ich gerade spreche, es war immer eine Unbekannte.

    Nicht genug, dass mir vor ein paar Monaten, so ganz aus Versehen, mal schnell die hundertfache Dosis eines Morphinpräparates aufgeschrieben wurde. Bei Ausfall des Praxis- PC bekam ich die Auskunft, wenn ich einen Termin ausmachen möchte, muß ich anrufen, auch sehr kundenfreundlich. Die Damen haben wohl verlernt zu schreiben, wissen offensichtlich nicht was ein Kalender ist und nutzen ihr Hirn (soweit vorhanden) nur in Ausnahmefällen.

    Ich weiß ich bin nicht alleine mit derartigen Erfahrungen, aber das macht es nicht wirklich besser.

    Bitte, bitte, laßt es Hirn regnen !!! Viel Hirn !

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