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  • Täglich grüßt das Murmeltier/oder: Der Wahnsinn heißt Primastrom

    Täglich grüßt das Murmeltier/oder: Der Wahnsinn heißt Primastrom

    Es passiert schon wieder. Sinnloser Papierkrieg. Sesselpupser und Dumpfbacken schlagen zu.

    Aber von Anfang an. Ich habe vor gut einem Jahr den Stromanbieter gewechselt. Ich bin jetzt bei Primastrom. Eigentlich wollten die von mir eine monatliche Abschlagszahlung in Höhe von 40 Euro. Um mich vor großen Nachzahlungsüberraschungen zu schützen, überweise ich aber vom ersten Monat an, per Dauerauftrag, 60 Euronen monatlich. Zwischendurch mußte ich dann mal feststellen, dass Primastrom, trotzdem mal einfach schnell 44 Euro eingezogen hatte. Die habe ich mir aber wieder zurückgeholt. Eine nachweislich unberechtigte Lastschrift, kann man ohne großen Aufstand wieder zurück holen.

    Ende letzter Woche hatte ich zum ersten Mal, seit Vertragsabschluß, Post von denen im Kasten.
    Eine „letzte Mahnung“. Ich hätte 300 nochwas Euro nachzuzahlen, auf bisherige Schreiben nicht reagiert und wenn die Summe nicht bis zum 17.08. überwiesen sei, würde am 18.08. der Strom abgeschaltet. Das Wiederanschalten kostet dann 150 Euro.
    Ich also sofort ans Telefon und dort angerufen. Doch diese Menschen in den Service-Centern können auch immer nur das vorlesen, was sie im Computer abrufen können. Dort war allerdings offentlichtlich nichts von offenen Summen oder offene Zahlungen, geschweige denn Mahnungen zu lesen und der recht freundliche Mitarbeiter wollte da jetzt dann intern irgendwas veranlassen. Ok. Ich wollte dann Montag oder Dienstag nochmal anrufen und nachfragen wie die Sache steht.

    Montag hatte ich jetzt dann eine Jahresabrechnung von Primastrom in der Post. Die ist der Witz des Jahres. Laut dieser Abrechnung habe ich noch eine Nachzahlung von 200 nochwas zu leisten. Es werden Einzahlungen meinerseits aufgeführt, die wirklich zum Lachen sind. Jeden Monat eine andere Summe, zwischen 11 und 44 Euro. Ich also wieder das Telefon geschwungen und natürlich einen anderen Mitarbeiter des Service-Centers in der Leitung. Auch der hat mir wieder nur vom PC etwas vorgelesen. Zunächst in einem sehr unverschämten und arroganten Ton. Ich habe dann erst mal ordentlich auf den Putz gehauen und dem Herrn die Rübe gewaschen. Er hat sich dann entschuldigt und wir haben von vorne angefangen. Das was er am PC abgelesen hat, entsprach auch etwa dem, was in dieser lustigen Jahresabrechnung an Summen erscheint. Was auch immer ich da am Telefon erzähle ist für die Katz. Das ist ja kein Sachbearbeiter. Er hat überhaupt keinerlei Befugnisse. Was Servicemitarbeiter bedeutet, entzieht sich mir vollkommen. Regeln kann man also telefonisch überhaupt nichts und die Anruferei ist eigentlich nur dazu da, so etwas wie Kooperationsbereichtschaft zu demonstrieren.
    Diese Menschen in dem Service-Centern sind einfach nur ein Prellbock. Die sind vermutlich nicht gut bezahlt, was da für eine Ausbildung dahintersteckt weiß ich nicht. Die haben keine Befugnisse und von der Materie keine Ahnung. Die können den PC und das Telefon bedienen und müssen immer schön freundlich sein, weil die Gespräche mitgeschnitten werden und der Anrufer hinterher auch noch eine Benotung abgeben soll.
    Für mich war das Geld- und Zeitverschwendung, Aber gut, man hat es wenigstens versucht.

    Also habe ich jetzt meine entsprechenden Kontoauszüge zusammengesucht, kopiert, alle Angaben die Primastrom nix angehen, geschwärzt, ein entsprechendes Schreiben verfaßt und das alles erst mal per Fax und dann noch per Post an die Herren und Damen geschickt. Außerdem habe ich das gesamte Paket mal noch an einen befreundeten Anwalt geschickt. Sorry, aber das ist ja ein ganz schöner Chaotenhaufen und ich will aus dem Vertrag so schnell ich kann. Ich kann nachweisen was ich bezahlt habe und ich habe von denen noch Geld zu bekommen und mit Stromabschaltung lasse ich mir nicht drohen. Die haben doch nicht alle Tassen im Schrank.

    Jemanden ans Telefon zu bekommen der wirklich in der Firma arbeitet, oder etwas bearbeitet, ist nicht möglich. Auch sind sämtliche Telefonnummern des Service-Centers natürlich immer teurer als normale Telefonate. Ich habe über einen Tag mit diesem Mist verbracht. Die Kosten für Fax und Post sind alleine mein Problem. Deren Inkompetenz kostet mein Geld, meine Zeit und meine Nerven und das ersetzt mir niemand.
    Der nächste Stromanbieter scharrt schon mit den Füßen . . . viel schlimmer kann es nicht werden.

    Ganz unabhängig von diesem blöden Mist, hat sich wieder ein lieber Mensch gemeldet und ich werde mir einen schon recht alten Wunsch erfüllen können. Irgendwie ist am Ende dann doch alles wieder ausgeglichen und ich werde davon überzeugt, dass es auch Menschen mit Empathie, viel Menschlichkeit gibt und es sich lohnt, auch solchen Mist zu erledigen und weiter zu machen.

  • Gut gemeint, nicht gekonnt

    Gut gemeint, nicht gekonnt

    Es gibt in Sachen „Hilfe“ etwas das mich regelmässig ärgert und manchmal auch enttäuscht. Das passiert sicher anderen Menschen auch. Ich weiß manchmal nicht so genau, wie ich damit umgehen oder darauf reagieren soll.
    Irgendwie gehört die Angelegenheit eigentlich zum Thema „Hilfe“. Ich hätte es auch „falsche /leere Versprechungen“ nennen können. Das schien mir als Titel dann aber doch etwas zu hart.

    Es gibt immer mal wieder Menschen die mir etwas versprechen, ankündigen oder wie auch immer man das nennen will.
    Also da sagt z. B. jemand er hätte zuhause noch das HandyXY welches nicht mehr verwendet wird und ich soll das geschenkt bekommen.
    Oder es kündigt mir jemand ein Geldgeschenk zu Geburtstag/Weihnachten etc. an.
    Jemand möchte mir gerne eine Reise finanzieren.
    Ein anderer Mensch möchte mir das Ereignis XY sponsern.
    Ich soll zu irgendwas eingeladen werden.
    Es soll Dies oder Das für mich erledigt werden.
    Ich könnte jetzt noch einige dieser „Ankündigungen“ aufzählen. Ihr würdet es manchmal vermutlich kaum glauben was mir so alles (überwiegend persönlich) „angekündigt“ wurde.
    Das kommt von Menschen die mir nah sind ebenso, wie von etwas weiter entfernten Personen. Von den ganz nahen Menschen glücklicherweise so gut wie nie.

    Das Ende der Geschichte ist dann schweigen. Das Thema fällt dezent unter den Tisch und wird nie mehr angesprochen.
    Entstanden sind diese Ankündigungen nicht weil ich danach gefragt hätte. Die kamen spontan, unaufgefordert und ungebeten.
    Selbstverständlich frage ich nach so einer freiwilligen, ungebetenen Ankündigung dann auf keinen Fall später auch noch nach.

    Klar lebe ich in einer Situation in der solche Dinge immer gut ankämen, wenn sie denn kämen. Aber ich würde nie im Leben um so etwas bitten oder danach fragen. Da geht es nicht um lebensnotwendiges und dann frage ich sowieso nicht. Ich frage nur dann um Etwas oder Hilfe, wenn es eben einfach nicht anders geht. Da habe ich mir dann vorher sehr genau überlegt, wen ich was und wann frage.

    Ich habe ein Handy und das kann das, was es für mich muß. Natürlich gibt es technisch wesentlich bessere Geräte, aber ich würde nie jemand darum bitten.
    Das eine oder andere Erlebnis kann ich mir nicht leisten, aber ich kann auch ohne überleben, daher würde ich auch danach nie fragen.
    Das gilt alles ähnlich auch für Urlaub oder Bargeld.

    Warum mir diese Menschen etwas ankündigen und dann das Thema nie mehr erwähnen, weiß ich nicht genau. Ich kann mir natürlich ein paar Erklärungen zurechtlegen, aber ob die dann stimmen, weiß ich auch nicht.

    Ich weiß inzwischen, wenn so eine „Ankündigung“ kommt, damit umzugehen. Also ich freue mich nicht auf Dinge die wahrscheinlich sowieso nie eintreten. Damit bleibt mir zumindest eine Enttäuschung erspart. Aber merkwürdig finde ich so Verhalten trotzdem. Wenn ich einem Anderen eine Freude machen möchte, egal wie groß oder klein, dann mach ich das einfach und ich mache keine Ankündigungen die ich nicht einhalten kann oder will. Ich mache gar keine Ankündigungen in solchen Angelegenheiten und warum manche Menschen meinen das tun zu müssen, entzieht sich meinem Verständnis.

    Ich bin diesen Menschen später nicht böse. Aber diese immer wieder auftretenden leeren Ankündigungen haben mein Verhalten in diesen Situationen natürlich verändert. Sie haben vor allem meine innere Einstellung sehr verändert. Außerdem nervt es auch einfach. Ich weiß inzwischen oft überhaupt nicht mehr ob ich eine Ankündigung ernst nehmen kann, bzw ich kann sie fast gar nicht mehr ernst nehmen.
    Freuen kann ich mich über „Ankündigungen“ auf jeden Fall schon geraume Zeit nicht mehr. Im Gegenteil, bei jeder Ankündigung erinnere ich mich an das letzte darauf folgende “Schweigen“
    Aber wie gesagt, mein Verhalten diesen Menschen gegenüber hat sich nicht gändert und wenn es Freunde sind, hat sich dadurch an der Freundschaft nichts geändert. Die Betroffenen, haben offensichtlich oft einfach ihre (vorschnell gemachten) Ankündigungen vergessen, oder erst viel zu spät über die tatsächliche Umsetzung nachgedacht. Ich habe das auch schon per Mail erlebt, von mir völlig unbekannten Menschen. Da maile ich dann zurück mit der Bitte um Überdenken . . . . worauf dann auch immer (bis auf ein einziges Mal ) der volle Rückzug kam.
    Die Menschen sind schon manchmal komisch.

  • Mein Handgelenk, das Ergebnis

    Mein Handgelenk, das Ergebnis

    Die Untersuchungen sind abgeschlossen und heute war das abschliessende Gespräch beim Handchirurgen.
    Ich hatte ja gehofft, dass der Hauptgrund für meine Beschwerden, ein Ganglion ist. So Dinger hatte ich schon mehrfach. Die schnibbelt man raus und gut ist.
    Aber leider habe ich mal wieder Läuse und Flöhe. Es gibt da zwar ein Ganglion eigentlich sogar mehrere, aber die sind nicht Hauptursache oder Grund für meine Beschwerden.
    Auslöser für all den Mist den man auf den Bildern sehen kann, ist eine aktivierte Arthrose. Durch diese Arthrose haben sich mehrere Ergüsse gebildet, sämtliche Gelenkflächen sind hochgradig entzündet und die Ganglien sind vermutlich auch eine Reaktion auf die Arthrose, bzw. die Entzündung. Also nix mit einfach rausschnibbeln.
    Es sieht am Ende so ähnlich aus, wie vor etwa drei Jahren mit den Hüftproblemen. Allerdings diesmal bisher ohne eine Ärztemarathon.
    Auch diesmal möchte man mir wieder in das Gelenk spritzen und ich will das nicht, so überhaupt nicht. Diese blöde im Gelenk Rumstocherei birgt hohe Infektionsrisiken. Außerdem wirkt das was man da reinspritzt nur an der Oberfläche und ob der Stoff dann wirklich in jede Ecke hinkommt, ist auch offen.
    Es wird also wieder mit Bestrahlung enden.
    Entscheiden muß das aber am Ende ein Nuklearmediziner.
    Nachdem ich ja mit der Hüft- und Lendenwirbelsäulenbestrahlung so gute Erfahrungen gemacht habe, werde ich versuchen, dort einen Beratungstermin zu bekommen. Aber in den nächsten Wochen sind jetzt schon so viele Artzt-, Op-, und Untersuchtungstermine, dass ich noch nicht wirklich sehe, wann ich das noch reinpressen kann.

    Ich habe also schon wieder Probleme die mich einschränken und belasten, die aber mit dem blöden Krebs, so gar nichts zu tun haben. Aber es ist natürlich gut, dass da keine Metastase den Ärger verursacht. Wie auch immer, von meiner gesamten Prognose her, ist das was jetzt gefunden wurde, auf jeden Fall besser. Aber diese blöden Zusatzbaustellen neeeeeeeerven. Außerdem hab ich, bei ganz vielen alltäglichen Dingen, ordentlich Schmerzen. Das fängt beim Anziehen an und hört beim Kopfkissen hinknuddeln auf. Manchmal kann ich kaum einen Stift halten um damit zu schreiben.

    Ich persönlich finde es auch irgendwie merkwürdig, wie mein Körper, unter nun seit fünf Jahren laufender Chemotherapie, einfach noch immer Entzündungsherde, sozusagen autoimmune Probleme neu entwickelt. Eigentlich sollte das unter einer dermassen lange laufenden Chemotherapie nicht passieren. Eine Chemotherapie legt ja das Immunsystem mehr oder weniger lahm. So wirklich verstehen kann ich das nicht. Das würde ich mir gerne mal von einem Immunologen erklären lassen. Ich werde jetzt auf jeden Fall mal eine Sorte der Pillen die ich sowieso nehmen muß, etwas erhöhen und mal sehen ob das was bringt. Andere Menschen bekommen gerade bei so Gelenkproblemen genau diesen Stoff verschrieben oder gespritzt. Also damit vergebe ich mir jetzt erst mal nix und wenn ich damit nur die Zeit bis dann wirklich etwas gemacht wird, ein wenig verbessert überbrücke.

  • MRT der Hand oder : Was für ein Aufstand

    MRT der Hand oder : Was für ein Aufstand

    Ich hatte ja in den letzten Jahren so manches MRT. An allen möglichen Stellen. Ich konnte mir den Ablauf aber jeweils auch immer so ungefähr vorstellen. Da ich keine Probleme habe in einer Röhre zu liegen, egal ob CT oder MRT war das eigentlich immer recht einfach.
    Ein Mal mußte ich abbrechen, weil ich vor Schmerzen nicht mehr so liegen konnte, wie die mich hinplatziert hatten.
    Auch das MRT der damals noch vorhandenen zweiten Brust war nicht gerade angenehm, aber ich wurde super gut überall abgepolstert und dann ging das auch gut.
    Das ich wegen des Handgelenkes auch in die gesamte Röhre reinliegen muß, war mir nicht wirklich klar. Ich war irgendwie davon ausgegangen, dass es reicht, die Hand reinzustrecken und ansonsten bequem davor zu sitzen.
    Pustekuchen. Ich mußte liegen und das auch noch auf dem Bauch, was ich eh noch nie gut ertragen konnte (wegen Rücken) Zusätzlich mußte ich den zu untersuchenden Arm über dem Kopf ausstrecken. Er wurde dann auch noch in ein Gestell geklemmt und fixiert. Das alles war mit meinen verkrebsten Knochen und Gelenken, gar nicht einfach und auch schmerzhaft. Aber irgendwie dann auszuhalten. Zähne zusammenbeissen und durch.
    Die Möglichkeiten zum Auspolstern waren mehr als mager. Alles hart und eisekalt. Die Leute waren zwar ganz nett, aber von Lagerungshilfsmitteln hat da noch niemand was gehört, außerdem hat keiner etwas über das Lagern an sich gelernt.
    Selbstverständlich mußte auch nur wegen des Handgelenkes, schon wieder eine Nadel gelegt werden und dadurch lief dann während der Untersuchung, auch schon wieder, ein Kontrastmittel.
    Die Knallerei ist ja in jedem MRT gleich. Völlig egal um welche Körperstelle es sich handelt, es ist immer gleich laut und dauert gleich lange. So dick, dass man diese sehr lauten und ganz unterschiedlichen Knaller nicht deutlich hört, kann man die Ohren gar nicht ausstopfen und mit Kopfhörern schützen. Die Töne sind so laut und heftig, dass man sie auch durch die Liege am ganzen Körper spürt. Das war mir auch nicht neu und das ist auch gut auszuhalten. Aber das der ganze Zirkus, der gesamte Bohei, immer gleich groß ist, hat mich doch überrascht.
    Die Postion in der ich mich darin aufhalten mußte war über diese 20 Minuten die das dann eben immer dauert, nicht ganz einfach auszuhalten. Aber ich habe es hinter mir und morgen gibt es Ergebnisse. Ich habe im Rausgehen mal auf die Bilder gelinst und was ich da gesehen habe, hat mir gar nicht gefallen. . . . aber das sollen jetzt die Fachmänner auswerten und beurteilen. Morgen bin ich schlauer.

  • Neue Baustelle

    Neue Baustelle

    Seit einigen Wochen habe ich an der rechten Hand neue Schmerzen. Trotz der ansonsten perfekten Schmerztherapie. Zwischen Daumen und Handgelenk ist der Wurm drin. Je nachdem was ich für Bewegungen mache . . . . muß ich mal kurz tief Luft holen. Manchmal kann ich kaum einen Stift halten und etwas schreiben. Außerdem ist da ein Knubbel der nicht hingehört. Das hatte ich an dieser Hand auch schon an anderen Stellen. Das nennt man Ganglion, ist gutartig und ist bei mir, nach der jeweiligen Entfernung auch nicht wieder gekommen. Jetzt mal wieder an einer neuen Stelle.
    Das alles hat ganz offensichtlich (mal wieder) nichts mit dem Krebs oder meinen anderen, schon bekannten und ebenfalls lebensbedrohlichen Erkrankungen zu tun. Also war ein Termin beim Fachmann, dem Handchirurgen angesagt.
    Das dauert. Unter zehn Wochen Wartezeit ist nix zu machen. Naja, außer in so ätzenden Praxen, die weitgehend ohne Termin arbeiten und in welchen man mindestens drei Stunden Wartezeit einkalkulieren muß. Aber das habe ich mir nicht angetan. Wenn das operiert werden kann oder muß, dann möchte ich das auch nicht in solch einer Praxis machen lassen. Daher gab es für mich keine Alternative als eben diese Zeit abzuwarten.
    Heute war die Wartezeit um.

    Dort angekommen gab es überhaupt keine wirkliche Wartezeit und mein Ansprechpartner war ausgesprochen nett, freundlich und kompetent. Ich habe auch schon als Op-Schwester gerne mit Handchirurgen gearbeitet und das hat wieder gut gepaßt.
    Ein Röntgenbild wurde nach dem ersten Gespräch und der gründlichen Untersuchung, dort gleich gemacht und das ist auch schon besprochen.
    Jetzt folgt nächste Woche noch ein MRT. Dann gibt es die endgültige/n Diagnose/n und die Optionen werden besprochen.

    Auf dem Röntgenbild ist auf jeden Fall schon mal eine eine ziemlich heftige Arthrose ein einem der Gelenke zu erkennen. Man nennt dieses Gelenk das STT-Gelenk.
    Der üblicherweise in jedem Gelenk vorhandene Gelenkspalt, ist dort nicht mehr vorhanden. Klar dass das Probleme macht. Damit läßt sich zumindest ein Teil meiner Beschwerden schon mal erklären.
    Der Fachmann meint, eine Arthrose in der Schwere und an der Stelle, kann heftige Schmerzen und Probleme verursachen.

    Jetzt muß mit dem MRT noch geklärt werden, ob der Knubbel wirklich ein Ganglion ist, wie groß, wie tief und von wo er ausgeht. So was kann auch mal aus dem Knochen kommen. Auch das kann für viele der Beschwerden verantwortlich sein. Ist aber behandelbar. Besser als eine Arthrose auf jeden Fall.
    Da ich ja eigentlich immer mit den Läusen auch noch Flöhe habe, kann ich mir die endgültige Diagnose schon denken.
    Diese Termine lassen jetzt (zum Glück) nicht mehr soo lange auf sich warten und bis Ende nächster Woche sollte ich wissen woran ich bin und wie es an dieser Baustelle weitergeht. Ich will diese Schmerzen und Einschränkungen möglichst schnell wieder los haben. Es schränkt mich sehr ein und nervt einfach auch ständig.

    Im nächsten Monat stehen wieder Kontrast-CT von Thorax und Abdomen an, also Metastasen-Kontrolle. Das ist diesmal ein wenig spannender als bisher. Und zwar wegen der geänderten Schmerzmedikation. Methadon hat ja in einigen Krebsfällen, im Zusammenspiel mit der jeweiligen Chemo, einen positiven Einfluß. Es wird sich also zeigen, ob das bei mir auch so ist. Aber selbst wenn dem jetzt (noch) nicht so sein sollte, werde ich auf jeden Fall bei der aktuellen Medikation bleiben, denn ich profitiere in vielerlei Hinsicht sehr davon.
    Ebenfalls im September muß auch der leidige Schienenwechsel wieder gemacht werden.

    Jetzt kommen wieder Tage und Wochen die mir meinen rein medizinischen Zustand sehr deutlich vor Augen halten und ich mich damit viel mehr beschäftigen muß, als ich das möchte.
    Einige Stunden werde ich in Wartezimmern verbringen, was nicht wirklich zur Stimmungsverbesserung beiträgt. Nervige Ambulanztermine in denen ich zum gefühlt 100. Mal das Gleiche erzähle und immer das Gleiche gefragt werde. Immer die gleichen Aufklärungs- und Einwilligungsformulare, Blutkontrollen, Kontrastmittelspritzen und -schluckereien.
    Aber das ist alles MUSS, also Augen zu, gute Beschäftigung und Ablenkung mitnehmen und durch.
    Klar könnte ich das Alles auch lassen, aber die Konsequenzen, wie z. B. Nierenversagen wenn ich die Schiene nicht wechseln lasse . . . . ich bin ja nicht bekloppt.
    Ich hoffe, danach ist dann endlich mal eine Ruhezeit. Gesundheitlich und menschlich. Mal eine Zeit keine bösen Überraschungen wäre schon schön. Immerhin bin ich guter Hoffnung, mit dem Handchirurgen schnell eine gute Lösung für mein Handproblem zu finden. Das wird wohl diesmal kein Ärzte-Marathon wie damals mit der Hüfte. Der hat klar, offen, direkt und deutlich gesprochen, gründlich und gezielt untersucht. Auf die Erläuterung meiner weiteren gesammelten Diagnosen hat er gut reagiert und keinen Dackelblick aufgesetzt. Wobei ich die Kiefer-Op und noch so ein paar "Nebenkriegsschauplätze" auch weggelassen habe. Diese Dinge spielen ja heute keine Rolle mehr.

    Ich will es hier nicht so aussehen lassen, als hätte ich es immer nur mit Pappnasen zu tun. Ich habe liebe und gute Freunde. Menschen die sich für mein Befinden interessieren. Menschen die mir helfen und mich unterstützen. Menschen die sich nach meinem letzten persönlichen Eintrag, Sorgen gemacht haben und das auch gezeigt haben. Ich bin ein wenig erschrocken über das Ausmaß der Sorgen die bei dem Einen oder Anderen wohl entstanden sind. Ich war von einigen Nachfragen sehr gerührt und berührt.

    Ihr Alle, die es gut mit mir meint, braucht Euch nicht zu sorgen. Ich mußte nur auch das mal rauslassen. Menschlich derart enttäuscht, verletzt und mißachtet zu werden, geht auch an mir nicht spurlos vorüber. Ich bin zwar ein Optimist, aber auch der ist verletzlich und darf das mal zeigen ;)

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