szmmctag

  • Auf und Ab

    Auf und Ab

    Ich hatte ja schon von dem nicht mehr lieferbaren, für mich lebensnotwendigen Medikament hier geschrieben.
    Leider hat das mit der Lieferung viel länger gedauert, als es für mich gut war. Jeden Tag ging es mir ein Stückchen schlechter. Der Endokrinologe hatte mir ja empfohlen, das andere Cortison höher zu dosieren, was ich auch genau nach Empfehlung getan habe. Leider war das nicht mal im Ansatz ausreichend. So schlecht ist es mir schon lange nicht mehr gegangen. Auf Nachfrage in der Apotheke wurde mir ein voraussichtlicher Liefertermin genannt, der alle meine Pläne über den Haufen geschmissen hätte. In dem Zustand wäre keinerlei Reise möglich . . . höchstens ins nächste Krankenhaus. Ein Blutdruck war kaum mehr vorhanden. Essen nicht möglich. Das Wort Schweißausbruch ist gnadenlos untertrieben . . . und alles täglich schlimmer.
    Bis dann zwei Tage vor der ersten geplanten Reise doch der Anruf aus der Apotheke kam. So erfreut habe ich noch nie ein Medikament in Empfang genommen. Dann muß ich nur ein Mal davon etwas einnehmen und alle Symptome sind schlagartig einfach weg. Fünf Kilo Körpergewicht habe ich in den Tagen verloren. Nicht dass ich die vermisse, aber ich war schon sehr erschrocken, wie schnell das gehen kann. Auch die Tatsache wie schnell sich mein Allgemeinzustand so drastisch verschlechtert, war sehr erschreckend. Und das hatte jetzt ja nun gar nichts mit dem Krebs zu tun. Das war einzig der blöde Morbus Addison bzw. die Nebenniereninsuffizienz. Lediglich die Tatsache, dass ich einfach wegen des Krebs ganz andere Dosierungen benötige, spielt eine Rolle.

    Aber die Pillen kamen ja nun doch noch gerade rechtzeitig und ich konnte meine geplante Berlin-Reise antreten. Grund für meine Reise war die Übergabe des Brustkrebs- und des Prostatakrebs-Moduls dieser Internetseite an die Öffentlichkeit. Der Link dazu ist auf der linken Seite: Krankheitserfahrungen
    Ich war an dem Brustkrebs-Modul als Interviewpartner beteiligt und wurde deshalb zu den Feierlichkeiten eingeladen. Die Betroffenen haben alle, so auch ich, ein Pseudonym erhalten. Das ist gut so.
    Es geht bei dem Projekt auch um andere Erkrankungen als Krebs und es werden noch mehr ganz unterschiedliche Module dazu kommen. Ein Modul über Reha und eines über Darmkrebs sind z. B. zur Zeit in Arbeit.
    Ich halte es für sehr wichtig, sich an solchen Projekten zu beteiligen. Wer sich dafür interessiert, kann dort immer mal nachsehen, zu welchem Projekt gerade Interviewpartner gesucht werden. Aktuell wird ganz dringend nach Darmkrebs-Betroffenen gesucht.
    Das gesamte Projekt ist wird sehr wissenschaftlich betrieben und mit den Daten die dabei herauskommen, wird viel gutes erreicht und bewirkt. Intensiv beteiligt war z. B. auch die Psycho-Onkologie mit sehr vielen Aspekten.
    Die Feierlichkeiten zur Übergabe fanden in einer Hörsaalruine statt. Sehr feierlich, aber nicht mit zuviel Brimborium. Es gab ein paar sehr interessante Reden. Ein bisschen klassische Musik und ein kleines Buffet zum Ende.
    Untergebracht war ich bei einem guten Kumpel, der seit einem halben Jahr in Berlin lebt. Da er ja nun in Berlin lebt, haben wir die gemeinsame Zeit natürlich gut nutzen können.
    Ausserdem habe ich mich mit einer Blogfreundin getroffen. Wir kannten uns bisher nur virtuell. Ich finde es immer sehr spannend, Menschen die man virtuell kennt, dann in der Realität kennen zu lernen. Wir haben ein paar schöne Stunden bei Erdbeerkuchen, Schlagsahne und Sonnenschein verbracht.
    Zusätzlich gab es dann noch ein Treffen mit einer anderen, ebenfalls Brustkrebsbetroffenen, die sich auch an dem Projekt beteiligt hatte und mit der ich gut befreundet bin.
    Insgesamt in jeder Hinsicht, sehr schöne und erlebnisreiche Tage.

    Jetzt fange ich dann langsam an, mich auf die nächste Reise vorzubereiten. Wien steht auf dem Plan. Ich will seit sehr vielen Jahren schon immer mal diese Stadt ansehen. Es hat nie geklappt. Jetzt hat alles gepaßt und ich darf eine Woche in dieser tollen Stadt leben. Ich bin sehr gespannt und hoffe, das Wetter spielt auch weiter so gut mit.

  • Hängematte, Zitronenfalter, Wasserbett, Pflanzturm

    Hängematte, Zitronenfalter, Wasserbett, Pflanzturm

    Heute war es hier das erst Mal so warm und sonnig, dass ich meine Hängematte für dieses Jahr einweihen konnte. Sonnig ist es ja schon seit Tagen, aber bisher war es einfach noch zu kühl um im Freien rumzuliegen. Da heute keine Termine auf meinem Zettel standen, mußte ich die Gelegenheit natürlich gleich nutzen. Ich liebe das Liegen in der Hängemätte. Es ist eine sehr große und breite Matte, die an einem Gestell in meinem Garten hängt. Also eine Matte ohne so Holzstäbe unten und oben und so breit, dass man diagonal liegt. Dadurch klappt man in der Mitte nicht so zusammen wie auf diesen kleinen Matten und liegt wirklich bequem und entspannt. Allerdings ist der Platzbedarf für das Gestell doch recht hoch. Auf einen normalen Balkon z. B. paßt das leider in den meisten Fällen überhaupt nicht. In meinem Garten ist das aber zum Glück überhaupt kein Problem und ich lieeeebe es, auf der Hängematte rumzudösen.
    Nachdem mein Magen heute früh gleich wieder ordentlich rebelliert hat, waren ein paar entspannte Stündchen auf der Hängematte auch einfach angebracht.
    Von der Hängematte aus, kann ich in die Bäume und Sträucher schauen und sehe Eichhörnchen, jede Menge Vögel, einschl. eines Buntspechtes, aber heute habe ich mich besonders über die zahlreichen Zitronenfalter gefreut. Jetzt ist der kommende Sommer nicht mehr zu verleugnen und ich freue mich masslos über dieses wunderbare Wetter zur Zeit.

    In den letzten Tagen und über Ostern war ich aber auch ziemlich fleissig. Ich habe mein bisheriges Bett ab- und das Wasserbett aufgebaut. Es hat auch alles super geklappt. Das alte Bettgestell und auch die Matratze sind auch schon entsorgt. Durch Zufall hatte mein bester Kumpel für Dienstag einige Fahrten von Möbeln und zum Recyclinghof geplant und da konnte mein Gerümpel gleich mit entsorgt werden.
    Das Schlafen im Wasserbett ist ein absoluter Gewinn und hat mir eine weitere Verbesserung der Schlafqualität gebracht. Das Wasser wird ja geheizt und die Temperatur kann ich selbst einstellen. Ich bin jetzt bei knapp 27 Grad und das ist so, dass es zwar beim Einsteigen schön kuschelig ist, aber in der Nacht keine Hitzewallungen forciert. Wenn es draussen noch wesentlich wärmer wird, kann ich sicher nochmal ein Grad weniger einstellen.
    Am Umbautag war meine Katzenlady reichlich angepißt und hat ordentlich gemeckert. Das fertige Wasserbett hat sie aber sofort getestet und offensichtlich für gut befunden. Seither schläft sie praktisch nur noch im Wasserbett. Die leichte Wärme gefällt natürlich auch meiner Katzenlady und der leichte Wellengang beim Einsteigen stört sie so wenig wie mich.
    Für mich hat sich das Schlafen durch das neue Schmerzmittel und jetzt noch das Wasserbett, extrem verbessert und ich wache jetzt am Morgen ohne jegliche Rückenprobleme auf.

    Dann hatte ich in den letzten Wochen im Internet nach Pflanztürmen gesucht. Gibt es. Aber teuer. Also mir viel zu teuer und dann meist noch viel zu niedrig für die Ecke in die es hier soll. Aber ich habe sehr günstige Pflanzbehölter bekommen, die sich versetzt stapeln lassen. So hoch wie man das eben möchte. Die Behälter einfach nur zu stapeln, wäre mir aber zu wackelig gewesen. Also habe ich in die Töpfe in der Mitte ein Loch gemacht und jetzt stehen sie an einem Stab, der den Turm noch ein bisschen stabiliert. Dann noch alles bepflanzt und fertig ist mein Pflanzturm:
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  • Port(katheter)

    Port(katheter)

    Fast alle Krebskranken wissen was ein Port ist. Ganz richtig heißt es eigentlich Portkatheter. Wer wissen möchte wie so ein Ding aussieht, kann sich im Netz jede Menge Bilder ansehen.

    Es gibt außer in der Krebstherapie, noch einige andere Anwendungen. Hier geht es heute nur die die Anwendung bei Krebs und Chemo.

    Oft wird leider nicht wirklich umfassend genug darüber aufgeklärt, warum man sich so ein Ding einbauen lassen soll.
    Dieses Teil wird unter der Haut an ein Blutgefäß, welches schon möglichst nah am Herz ist, angeschlossen. Dann kann man die Chemotherapie in dieses Gerät laufen lassen und ist dann mit dem Gift recht schnell in einem größeren Gefäß und auch schnell am Herz, wo es sofort vermischt und verteilt wird.

    Man muß sich klar sein, dass Chemotherapie Gift sind. Das ist Absicht, denn man möchte den Krebszellen den Garaus machen. Manche Gifte stören die Bildung von Blutgefäßen, manche die Zellteilung und manche führen auch zum Tod bestimmter Zellen. Für gesundes Gewebe sind diese Gifte schädlich.

    Läßt man eine Chemotherapie durch die Blutgefäße am Arm in den Körper, geht man hohe Risiken ein. Diese Gefäße sind recht dünn und noch ziemlich weit vom Herz und der Vermischung und Verteilung entfernt.
    So ein Gefäß kann man beim Anstechen beschädigt werden und dann laufen die Gifte, mehr oder weniger unverdünnt, in das umliegende Gewebe. Eine im Armgefäß liegende Nadel kann mal verrutschen und nicht mehr wirklich im Gefäß liegen . . . . das kann zum direkten Gewebetod führen, schwere Infektionen auslösen, Schäden, die im schlimmsten Fall zur Amputation des betreffenden Armes führen.
    Die Gefäße selbst können durch die Gifte so geschädigt werden, dass sich Blutgerinnsel bilden die noch andere schwere Folgen haben können, oder der Arm nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Das betroffene Gefäß kann sich schwer entzünden und dauerhaft geschädigt werden. Das ist sehr schmerzhaft und kann auch schwere Konsequenzen haben.
    Nicht nur die Blutgefäße, auch die Nerven im betroffenen Arm können schwer geschädigt werden, was auch sehr unangenehme Konsequenzen hat.
    Das Risiko einer dauerhaften Schädigung durch eine in die Armvene einlaufende Chemotherapie ist nicht gering.

    All diese Risiken entfallen mit einem Port(katheter)


    Der Einbau eines Ports:

    Üblicherweise liegt ein Port für eine Chemotherapie ungefähr unter dem Schlüsselbein. Der Schnitt ist etwa fünf Zentimeter lang. Die später sichtbare Narbe vielleicht noch drei Zentimeter. Da kann man mit Pflege einiges erreichen. Bei mir ist die Narbe ein winziger heller Strich, der nicht wirklich auffällt.
    Oft wird das in Lokalanästhesie gemacht. Davon kann ich als Patientin und als Op-Schwester, nur abraten. Aus unterschiedlichen Gründen.
    Erstens ist eine Lokalanästhesie an den entsprechenden Stellen nicht wirklich angenehm. Das zwiebelt ganz schön. Dann dauert der Eingriff doch oft länger als gedacht und es muß auch noch nachgespritzt werden.
    Außerdem ist dieser Eingriff ganz schlicht und ergreifend, ziemliche Fummelarbeit. Die Details erspar ich Euch. Es macht auf jeden Fall Sinn, wenn der Patient schläft und die Operateure völlig ungestört und ungehemmt auch fummeln und fluchen können.
    Es ist ein durchaus kleiner und harmloser Eingriff der in einer sogenannten Kurznarkose (Larynxmaske) gemacht werden kann. Das geht sogar ambulant und wenn man die kleine Narkose ausgeschlafen hat, kann man wieder nach Hause.
    Jeder Eingriff hat seine Risiken, da hängt aber nicht von der Art der Betäubung ab. Die Risiken, die das Legen eines Ports mit sich bringt, sind auf jeden Fall deutlich kleiner, als die Risiken bei einer Chemo durch die Arme.
    Ich persönlich halte es für einen schweren Kunstfehler wenn Patienten über diese Risiken nicht ausreichend aufgeklärt werden. Wenn der Arm dann geschädigt ist, (von weg will ich mal gar nicht sprechen) steht der Betroffene alleine da.

    Was mit dem Port, nach Ende der Chemotherapie passiert, kann man selbst entscheiden. Ich habe mir damals den Meinigen wieder ausbauen lassen. Das geht genauso einfach und in Kurznarkose, wie der Einbau. Für mich stand und steht fest, eine Chemo die einen Port benötigt, werde ich mir nicht mehr geben lassen. Daher konnte das Ding auch wieder raus. Außerdem wäre mir ein Verbleib so vorgekommen, als würde ich auf eine Wiederkehr des Krebs warten. Aber wie gesagt, das kann jeder selbst entscheiden.
    Wenn er liegen bleibt, kann er das auch nur eine bestimmte Zeit, je nach Modell und Platzierung. Er muß auf jeden Fall gepflegt werden. Regelmässig durchgespült auf jeden Fall. Die Abstände und die Spülflüssigkeit sind ebenfalls vom Modell abhängig. Da sollte sich Patient aber auch selbst informieren und darum kümmern. Die automatische Aufklärung ist auch hier so gut wie nicht vorhanden und wenn, bekommen die Patienten oft völlig entgegengesetzte Auskünfte und Informationen. Viele Ärzte sind damit überfordert oder kennen sich schlicht nicht aus. Oft hat der Hersteller die verlässlichsten Infos und die sind nach meiner Erfahrung sehr freundlich und kooperativ.
    Mit dem Einbau eines Ports, sollte und muß man einen Implantatpass erhalten. Dort steht ganz genau, welches Modell, von welchem Herstelle eingebaut wurde. Über diesen Implantatpaß kann man auch Kontakt zum Hersteller aufnehmen und sich offene Fragen beantworten lassen.
    Diesen Implantatpass braucht man dann auch immer am Flughafen (wobei bei mir der Alarm nie ausgelöst wurde und ich den Ausweis daher auch nie vorzeigen mußte). Außerdem muß man ihn bei anstehenden CT-MRT vorlegen.

    Und ja ich weiß, es gibt Patienten die eine periphere Chemo ohne jegliche Komplikationen überstanden haben. Ich denke, die haben Glück gehabt. Mir wäre das Risiko zu hoch und ich möchte außer dem Krebs, nicht auch noch Gliedmassen gefährdet wissen.

    Ich möchte hier auch keine Diskussion entfachen, sonder einfach nur Infos geben. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

  • Weiter Vorwärts

    Weiter Vorwärts

    Der neue Stent liegt. Es hat alles ohne große Probleme geklappt. Die Narkose habe ich wieder gut weggesteckt. Um 12 Uhr kam ich in den Op und um 15 Uhr ging es schon wieder heimwärts. Keine Nierenschmerzen und auch sonst keinerlei Probleme. Jetzt sollte da wieder sechs Monate Ruhe sein.

    Eines meiner lebensnotwendigen Medikamente die ich wegen des Morbus Addison nehmen muß, ist zur Zeit und bis auf Weiteres, nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich. Das erfährt man natürlich erst mit erheblicher Verzögerung und nun stehe ich erst mal ohne da. Der kurzfristig deshalb beim Endokrinologen vereinbarte Termin, hat entsprechende Infos gebracht. Ich muß das Medikament jetzt aus dem Ausland erstehen und erst mal selbst bezahlen. Danach kann ich dann die Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragen. Das Medikament selbst, kostet knapp 20 Euro. Bis es dann aber in meiner Apotheke und danach bei mir landet, kostet es am Ende 60 Euro.
    Bis es aber bei mir sein wird, dauert es ca. 10 Tage. So lange ich dieses Mittel nicht einnehmen kann, muß ich dafür mein Hydrocortison gewaltig aufdosieren. Was mir gar nicht paßt. Aber es gibt keine andere Möglichkeit. Angeblich erhält der Hersteller des Medikamentes, die notwendigen Rohstoffe nicht. Leider ist die Dosierung des ausländischen Produktes nicht wirklich identisch und ich muß daher, wenn ich es endlich mal erhalte und dann sechs Wochen eingenommen habe, wieder zur Blutkontrolle. Insgesamt eine ausgesprochen, zeitaufwendige, nervige und auch erst mal teuere Angelegenheit.

    Mein Magen hat sich noch immer nicht wieder einbekommen. Er leert sich zeitweilig lieber nach oben, anstatt nach unten. Appetit ist nicht vorhanden, so überhaupt nicht. Eigentlich sollte mein neues Schmerzmittel ja als Nebenwirkung, Appetit machen, aber davon ist so rein gar nichts zu merken.
    Um eine Magenspiegelung komme ich aber erst mal rum. Der Dok und ich, sind uns einig. Wir wüßten nach einer Magenspiegelung auch nicht wirklich mehr als jetzt. Daher bekommt mein Magen jetzt nochmal ein paar Wochen Zeit, sich wieder zu fangen.
    Die Gerichtsverhandlung wegen des Knöchels und die Buchsache mit der Familie, haben mich doch mehr Nerven gekostet, als mir das lieb ist. Ich hatte ja nicht ohne Grund vor gut 15 Jahren den Kontakt zu der Familie komplett abgebrochen, aber das mit dem Buch, ist einfach nochmal eine sehr, sehr heftige Nummer. Alle Betroffenen sind informiert und es hätte inzwischen jede Menge Möglichkeiten und Zeit gegeben, um sich davon zu distanzieren. Es wundert mich jetzt nicht wirklich, dass dies Keiner, aber auch so gar Keiner versucht hat. Aber schlimm ist es trotzdem. Mein Magen sieht das auf jeden Fall so. Abgeschlossen ist die Geschichte natürlich auch noch lange nicht und ich werde damit einen Umgang finden müssen. Ich will mir von der Bagage eigentlich nicht einen einzigen Tag vermiesen lassen und ich weiß auch, dass ich wieder an den Punkt gelangen werde.
    Zusätzlich hat mein Ex auch noch aus der letzten Reihe ständig und hartnäckig versucht mir vor die Füße zu kotzen. Offiziell wollte er mir ja „was Gutes tun“ mir ein „Geschenk“ machen und nachdem ich das nicht angenommen habe (was in der ersten Sekunde für mich klar war), hat er nochmal sein wahres Gesicht ganz deutlich vorgeführt. Ich verstehe bis heute nicht, wie er überhaupt auf die Idee kam, mir irgendetwas „schenken“ zu wollen. Das ich ein „Geschenk“ nie annehmen würde, war absolut klar.
    Die Rennerei nach meinem aktuellen Schmerzmittel (das mir ganz, ganz viel Verbesserung gebracht hat) war auch recht nervenaufreibend, aufwendig und nicht gerade stressfrei.
    Dann ist da noch immer das Verfahren gegen die Uniklinik, das wegen Überlastung des zuständigen Gerichtes kaum voran geht.
    Naja, der "alltägliche" Papierkram mit den Behörden und Ämtern ist immer der Gleiche und das wird weder leichter noch weniger.

    Insgesamt war das eben alles einfach etwas viel. Mit derart vielen Problemen, wird ja schon manch gesunder Mensch nicht so einfach fertig. Eigentlich kein Wunder, dass dieser Ärger sich irgendwo auch körperlich bemerkbar macht.

    Aber ich habe jetzt schöne und ganz andere Zeiten vor mir.
    Ab morgen schlafe ich endlich auf einem Wasserbett. Es hat gedauert, aber jetzt ist es so weit. Heute wurde noch ein wenig Konstruktionsholz eingekauft und morgen wird aufgebaut. Das wird nochmal eine sehr große Verbesserung für meinen Schlaf bringen und meine Rückenproblem weiter reduzieren
    In ein paar Tagen bin ich für drei Tage in Berlin, mit tollen Leuten, an tollen Orten und zu tollen Gelegenheiten.
    Kurz Zeit später, fliege ich endlich, endlich für eine Woche nach Wien. Darauf freue ich mich unendlich und das wird eine sehr gute Zeit für mich werden. Weg von all dem Stress und Ärger. In super netter Gesellschaft in dieser wunderbaren Zeit und das im Frühling. Die Versorgung meiner Katzenlady ist organisiert und ich bin ja jeweils auch nicht all zu lange außer Haus. Also da hat auch meine Magen nur die Möglichkeit, sich endlich wieder zu fangen.

  • Screening

    Screening

    Heute war Termin für CT von Thorax und Abdomen.
    Die Untersuchung wurde drei Monate vorgezogen, weil die letzten beiden Male, Wachstum an den Lungenmetas gesehen wurde und es seit Wochen, neue Beschwerden im Magenbereich gibt. Wobei ich die Magenprobleme auf den Stress der letzten Monate schiebe, den Metastasenalarm im Hinterkopf aber natürlich dennoch nicht ausschalten konnte. Der Onkologe wollte wegen der Lunge, ggf. über Therapieänderung nachdenken. Er wollte auch das vorgezogene Screening und ich fand die Idee gut.

    Ergebnis:
    Es ist Stillstand an allen Fronten. Auch an der Lunge gab es diesmal keinen weiteren Wachstum. Keine Flüssigkeit in der Lungengegend und auch keine im Bauch. Also kein Aszites und kein Pleuraerguß.
    Am Magen und in der Gegend, gibt es keinerlei Auffälligkeiten.

    Mehr war nicht zu erwarten. Dieses Ergebnis ist, nachdem ich ja nun schon im sechsten Metastasenjahr bin, sehr, sehr, sehr gut.
    Natürlich ist das wieder nur eine Mommentaufnahme die keinerlei Zukunft vorhersieht. Aber das ist ja auch schon seit gut sechs Jahren immer das Gleiche. Für den Augenblick ist jetzt wieder Entspannung angesagt und die Glocken im Hinterkopf sind verstummt.

    Vermutlich soll ich als nächstes den Magen spiegeln lassen. Aber darauf bin ich so gar nicht erpicht. Das hatte ich schon mal und das war nicht gerade begeisternd. Ich denke die Diagnose ist auch so klar und da könnte man sich diese ätzende Gastroskopie wirklich sparen. Mal sehen ob ich mich durchsetzen kann. Der Termin für die Besprechung ist erst in der nächsten Woche. Der Magen hat also noch ein bisschen Zeit, sich wieder in den Griff zu bekommen. Allerdings hatte ich so etwas mit Mitte zwanzig schon mal. Das war sehr hartnäckig und heftig. Damals war ich fast sechs Wochen lang krank geschrieben und eigentlich hätte ich stationär aufgenommen werden sollen. Das konnte ich nur mit sehr viel Trickserei verhindern. Diesmal werde ich nicht tricksen. Dazu ist mein Gesamtzustand einfach nicht stabil genug. Damals war ich ansonsten ja eigentlich gesund.

    Jetzt steht als nächstes der Stentwechsel an. Morgen erfahre ich den genauen Termin. Ich hatte gehofft, dann ist bis zum Herbst wieder Ruhe mit Untersuchungen und Eingriffen. Daher will ich die Magengschichte versuchen so schnell und einfach wie möglich in den Griff zu bekommen.

    Morgen wird ein lustiger Tag. Am Nachmittag kümmere ich mich um den jüngsten Bruder des Kleinen um den ich mich sonst meist Freitags kümmere. Die Mutter hat angefragt, ob ich den Kleinsten für ein, zwei Stunden übernehmen kann, da sie mit den anderen Kindern wichtige Termine hat.
    Der Lütte läuft jetzt seit einer Woche und wir werden auf den Spielplatz gehen. Mal sehen ob er noch Spass am Kinderwagen hat. Mein Sohn wollte ab dem Tag als er laufen konnte, nicht mehr in den Kinderwagen sitzen und alles auf den Füßen erledigen. Das war teilweise ganz schön zeitaufwändig, Nicht nur das Laufen an sich, sondern weil eben auch jeder Gradhalm und jeder Kieslstein auf dem Weg, ganz genau untersucht und betrachtet werden müssen. Aber ich habe Zeit. Außerdem ist das Wetter ist hier zur Zeit so richtig schön und frühlingshaft, da müssen wir raus. Das wird mit Sicherheit ein sehr entspannter und lustiger Nachmittag.

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