szmmctag

  • Will ich das noch ?

    Will ich das noch ?

    Ich war mir sicher, nicht mehr Gefahr zu laufen in eine Depression zu rutschen. Zur Zeit fühlt sich das aber ein bisschen so an. Der letzte Stress hat mich mehr Kraft gekostet, als mir bewußt war. Mal wieder. Ich denke ich schaffe das und hinterher merke ich, ich habe es zwar geschafft und überstanden, bin aber ziemlich am Ende. Jedesmal ein wenig mehr. Die Reserven sind offenbar so weit aufgebraucht, dass die Zeit zwischen den Tiefschlägen nicht mehr für die Regeneration ausreicht.
    Ich stelle mir zur Zeit immer wieder die Frage, ob ich das alles eigentlich noch will. Also nicht ob sich das „lohnt“ sondern wirklich ob ich das will. Über das „Lohnen“ denke ich schon länger nicht mehr nach. Man kann nicht immer alles gegeneinander aufwiegen und vergleichen. Ich finde das Rechnen in dieser Hinsicht nicht gut oder richtig. Und über Lohnen nachdenke, ist rechnen, aufrechnen.
    Nein, die Frage ist einfach nur ob ich das Leben, so wie es ist, noch will. Nicht das ich an Suizid oder so was denke, ich habe nur einfach manchmal keinen Bock mehr. Keine Kraft. Die Krebspillen mal alle weglassen und sehen was passiert. Den Dingen seinen Lauf lassen. Mich nicht mehr noch zusätzlich mit den Medis und den Nebenwirkungen belasten. Mein Gefühl sagt, dass der Krebs dann schnell explodiert und noch will ich das nicht . . . . aber ich denke immer öfter darüber nach.
    Die Tiefschläge waren im einzelnen zu heftig und insgesamt waren es einfach ein paar zuviel und von der schlimmsten Art. Wenn eine Maschine mich im Stich läßt, das Wetter nicht mitspielt, oder eben solche Dinge, ist das eine Sache. Aber wenn Menschen sich übel verhalten, unsozial, gefühllos, rücksichtslos, verlogen und unehrlich, dann ist das schwerer zu verdauen. Das Ganze dann auch noch öffentlich, im Internet, von Menschen mit denen man zwar irgendwie verwandt ist, aber seit Kindertagen nie etwas zu tun hatte, dann macht mir das erheblich zu schaffen. Ich verstehe nicht im Ansatz, was ich in den Memoiren eines mir eigentlich unbekannten Menschen zu suchen habe. Ich habe in dessen Leben nie eine Rolle gespielt und die Person nicht in meinem Leben . . . . ich verstehe es einfach nicht. Diese niederträchtigen Lügen so unvorbereitet lesen zu müssen, war ein echter Schock und ich verstehe es einfach nicht. Ebenso belastend ist auch die Tatsache, welche Menschen der gleichen Familie, sich nicht dazu geäußert oder sich davon distanziert haben.
    Die Sache die letztens gelaufen ist, hat meine Existenz bedroht, so ganz konkret und das ebenfalls von Menschen ausgelöst, die um meine Situation ganz genau Bescheid wissen.
    Mit diesen Personen auch noch verwandt zu sein ist kaum auszuhalten. Leider würde mir eine Namensänderung gar nix bringen. Das ist nur Papier und würde da wo ich aktuell lebe, nur einen Haufen Papierkram nach sich ziehen. Und warum sollten diese Individuen mich in Ruhe lassen, nur weil ich einen anderen Namen habe. Und an der Tatsache der Blutsverwandtschaft, egal welchen Grades, ändert das ja auch nix.
    Eigentlich will ich weder Gedanken, noch Zeit, oder Kraft in diese Richtung verschwenden, aber soooo einfach ist das alles nicht abzuhaken. Dazu waren die Lügen zu infam, die Beleidigungen zu verletzend. Da wurden Dinge über mich behauptet, die mich einfach fassungslos machen. Wäre ich wirklich der Mensch der da beschrieben wird, ich würde mich in Grund und Boden schämen.
    Der Mist war ja leider eine ganze Zeit, öffentlich für Jedermann zu lesen. Ich kenne bisher nur wenige Menschen, die auf diese Texte gestossen sind. Von einer Person wurde ich ja zum Glück darauf aufmerksam gemacht. Welcher menschliche Schaden mir da aber ansonsten entstanden ist, kann ich nicht einschätzen. Wer das für wahr genommen hat was da steht, wird sicher nie mehr mit mir Kontakt aufnehmen. Daher werde ich das auch nicht richtig stellen können und der entstandene Schaden bleibt für immer bestehen.

    Klar habe ich Freunde, ein gutes Umfeld, Menschen die zu mir stehen und mir helfen wenn es notwendig ist (ohne hinterher eine Rechnung aufzumachen.) Natürlich habe ich es mir in meiner Butze schön gemacht, liebe meinen Garten und meine Katze.
    Ja, mein Ehrenamt und das Kinderhüten sind eine sinnvolle Tätigkeit die jeweils jemand hilft, mir Spaß macht und gut tut. Ich habe ein nicht völlig sinnbefreites Leben, aber reicht mir das ? Ist es das was ich will ?
    Eigentlich ist das alles so weit in Ordnung und so wie ich es mir eingerichtet habe, aber diese Tiefschläge, immer wieder, sind einfach zuviel.
    Mich von Menschen fernhalten wird nichts ändern oder verhindern, denn z. B. dieser Hammer mit dem Buch kam von Menschen mit denen ich nun wirklich rein gar nichts zu tun habe.

    Meine Stimmung ist nicht gut. Daneben dieser ständige Aufwand um die Nebenwirkungen einzuschränken, die ständigen notwendigen Arzttermine, die Pillenschluckerei, immer wieder die Ungewissheit wie es mit dem Krebs und den anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen weitergeht . . . . ich weiß wirklich nicht ob ich das alles noch will.
    (Bitte keine „es wird alles wieder gut“ Texte. Wird es nicht. Und ich bin nicht suizidgefährdet!)

  • Alles im grünen Bereich

    Alles im grünen Bereich

    Ich will mich hier nicht mit Einzelheiten aufhalten. Ich konnte die Unanehmlichkeiten beenden. Es hat zwar einiges an Kraft und Zeit gekostet, aber jetzt ist alles wieder in Ordnung. Es ist es mir nicht wert, hierfür noch Worte, Gedanken oder Kraft zu verwenden.

    Ähnlich verhält sich das mit der Sache „Buch“. Es ist nicht mehr auf dem Markt und darf nicht mehr verkauft oder angeboten werden. Es gibt eine unterschriebene Erklärung des sogenannten Autoren, dass ein paar Lügen nicht mehr verbreitet werden dürfen. Einsicht hat es keine gegeben, das ist aus dem gesamten Verhalten klar zu erkennen. Gewissen und Anstand sind eben nicht jedermanns Ding. Ausgesprochen aufschlußreich ist für mich auch, wer sich alles von diesem Geschreibsel NICHT distanziert hat. Im umgekehrten Fall hätte ich auf jeden Fall bestimmten Menschen klar machen wollen, dass ich mit deratigen Lügen nichts zu tun habe und auch nicht damit in Verbindung gebracht werden möchte.
    Der Knüller war am Ende die schriftliche “Drohung“ des Anwaltes der Gegenseite, von wegen ich hätte ja ein Blog und man könnte ja auch mal nachsehen ob ich hier nicht auch gegen Persönlichkeitsrechte verstosse. Ich war ganz kurz davor die außergerichtliche Einigung platzen zu lassen und es jetzt doch auf eine Gerichtsverhandlung ankommen zu lassen. Damit der Herr dann auch mal die entsprechenden amtlichen Worte vernimmt.
    Egal was ich hier schreibe, hat er nicht das Recht über mich öffentlich Lügengeschichten zu verbreiten.
    Ich wiederhole mich: Nur weil die entsprechenden Personen sich hier erkennen, verstosse ich gegen keinerlei Gesetze.
    Aber eigentlich möchte ich mich von diesen Individuen nicht dazu bringen lassen, noch mehr Zeit, Nerven und Kraft für sie zu verschwenden. Das sind sie einfach nicht wert.
    Ich finde es absolut lächerlich, dass ein sogenannter Buchautor offensichtlich nicht weiß, was Persönlichkeitsrechte sind. Wahrscheinlich weiß das auch im Umfeld niemand. Der hat ja auch über enge Angehörige (Kinder, Enkel, Exfrauen) mit vollem Klarnamen Dinge geschrieben und keiner von denen hat sich wohl gewehrt. All diese Dinge konnte Jedermann bei Google lesen, wenn man mit dem entsprechenden Namen gesucht hat.
    Egal ob wahr oder unwahr, mit Klarnamen, darf man eben nicht über andere Menschen öffentlich schreiben. Oder man hat vorher die schriftliche Zustimmung eingeholt. Dann noch derart unverschämte Lügen, das ist echt happig.
    In jedem noch so einfachen Textverarbeitungsprogramm, kann man ohne viel Aufwand und Hirn, aus einer Heidi einen Peter machen, über viele, viele Seiten, vielfach, immer wieder, ganz automatisch. Einfacher geht es ja wohl nicht.
    Aber ich möchte jetzt dann mit diesem Thema keine Zeit mehr verschwenden. Ich wünsche diesen Pappnasen weiterhin viel Spass beim Lesen meines Blogs.

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    Es ist jetzt 29 Jahre her, als ich mit meinem dicken großen Schwangerschaftsbauch durch eine Klinik gewandelt bin. Es war am errechneten Termin und alles war in bester Ordnung. Schwangerschaft und Geburt waren komplikationslos. Die ersten vier Monate der Schwangerschaft waren sehr anstrengend und schwer, aber das war danach schnell vergessen.
    Das Kind war bei der Geburt mehr als fit und das hat sich auch weiter gehalten. Es war ein Sternengucker. Sofort die Augen auf und am Schreien. Alles bestens, fit und gesund. Das war für mich, durch meinen Beruf, überhaupt nicht selbstverständlich. Das Aufwachsen und die Pubertät haben wir ohne sehr große Probleme gut überstanden und durchlebt. Meine Erkrankungen zu den diversen Zeitpunkten waren oft schwer und zur falschen Zeit. Aber das hat sich niemand ausgesucht und wir haben das irgendwie gewuppt.
    Das war kein ewig lange vorher geplantes Kind, aber es war erwünscht und erwartet. Ich habe es nie bereut mich so entschieden zu haben.
    Ein Kind verändert das Leben grundsätzlich. Auch in Bereichen in denen man das nicht unbedingt so erwartet hätte. Aber man wächst auch in diese Situation hinein.
    Man macht Fehler. Alle machen Fehler. Ob verzeihlich oder nicht, muß jeder für sich entscheiden.
    Heute ist ein selbstständiger, gut im Leben stehender Erwachsener daraus geworden, der seinen Weg macht und machen wird.
    Wie die Zeit vergeht erlebt man mit Kind wesentlich deutlicher. Ich weiß nicht wirklich wo diese 29 Jahre hin sind.

    Meine eigene Zeit vergeht seit der Metastasen-Diagnose nochmal ein wenig schneller. Ich versuche darauf zu achten, wie und mit wem ich meine Zeit verbringe. Nicht immer kann ich mir das so aussuchen und oft sind Dinge an der Tagesordnung die mir schlicht und ergreifend meine Zeit stehlen. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Also durch und abhaken. Insgesamt kann ich nicht meckern. Die Tiefschläge halten sich im Großen gesehen im Rahmen.
    Ich bin mit meinem Leben zufrieden und ich weiß, das ich enormes Glück habe, überhaupt noch am Leben zu sein.

  • Hinterhältig

    Hinterhältig

    Zur Zeit versucht „Jemand“ mir so hintenrum, auf recht gemeine Art, richtig Probleme zu machen. Aber es wurden und werden Fehler gemacht und ich stehe nicht alleine im Leben. Ich weiß dass "Jemand" hier auch mitliest, Ich werde jetzt nicht genau erklären um was es sich handelt. Hier ziehen sich schon immer die Richtigen den Schuh an ;)
    Aber das hat jetzt dann bald ein Ende und auch wenn Ihr Euch für schlau haltet, in dem Fall hat „Jemand“ wirklich dumme Fehler gemacht. Außerdem gibt es Gesetze die mich schützen und den Versuch recht kläglich werden scheitern lassen. Dieser Versuch wird reichlich nach hinten los gehen und könnte für „Jemand“ auch recht teuer werden. Auch wenn ich jetzt dadurch viel Laufereien haben und mich mit etwas beschäftigen muß, was absolut überflüssig und für mich reichlich kraftraubend ist, die Nummer läuft echt schief für „Jemand“.

    Das ist so ähnlich dämlich, wie ein Buch zu veröffentlichen, in dem nix außer Lügen stehen und dann noch mit Klarnamen. Dabei wissen heute schon 13-jährige, dass es Persönlichkeitsrechte gibt.
    Ach ja, wenn man versucht mich damit zu erpressen, dass ich ja ein Blog habe, dann nur weiter so. Ich halte mich seit dem ersten (öffentlichen) Wort an geltende Gesetze. Nur weil sich jemand selbst erkennt und sich den Schuh anzieht, habe ich noch gegen kein Gesetz verstossen.

    Ansonsten geht es mir gut. Ich hatte mal wieder eine Woche Besuch eines lieben Menschen. Ich habe diese Zeit sehr genossen. Wir konnten leider nicht so viel unternehmen wie ursrpünglich geplant, weil mein Besuch mehr oder weniger krank hier ankam, aber wir hatten trotzdem eine wirklich gute Zeit.

    In meinem Garten blüht es wunderbar und ich bin sehr viel draussen. Meine Katzenlady findet das auch ganz klasse und folgt mir draussen auf Schritt und Tritt.

    Liebe „Jemands“ ich bin unheilbar an Krebs erkrankt und Euer Verhalten ist mehr als ein Armutszeugnis für Euch. Ich habe nichts zu verlieren und ich lasse mir durch solch dämliche Versuche nicht das bisschen Leben das ich noch habe, vermiesen. Ihr kostet mich Zeit und Kraft, aber nur so viel, wie unbedingt notwendig ist. Ich lebe seit Jahren in der Nähe meines Todes, wirtschaftlich ganz am Rand, aber ich lebe und stehe da recht stabil, unterstützt und geschützt.
    Ich lebe schon viel, viel länger als erwartet, das könnt Ihr nicht ändern.

    Gerade solche Menschen, wie auch dieser vermeintliche Buchautor, sind nie Bestandteil meines Lebens gewesen (und ich nicht in deren Leben), außer vielleicht in frühen Kindheitstagen. Ich habe keine Ahnung, warum sie es nötig haben, ausgerechnet auf meine Kosten solchen Quark zu verbreiten. So ähnlich gelagert ist auch der aktuelle Versuch mir das bisschen Rest-Leben möglichst noch schwerer zu machen.
    Das Leben dieser Menschen muß unausgeglichen, unglücklich und leer sein. Das tut mir zwar sicher in gewissem Maß, bei jedem Menschen leid, Aber muß man das dann derart kompensieren ? Fällt Euch wirklich nichts besseres ein ?

    Tja, wer mein Blog liest (also der Buchautor z. B. hat mir sein Mitlesen, über seinen Anwalt mitteilen lassen) , sieht, dass mein Leben nicht unausgeglichen und unglücklich ist, trotz tödlicher Krankheit und nicht gerade leichter Umstände. Offensichtlich veranlaßt das eine bestimmte Art Individuen dazu, zu versuchen das zu ändern.
    Wie armseelig.
    Und außerdem vergeblich.

  • Blog . de wird geschlossen

    Blog . de wird geschlossen

    Zum Ende des Jahres hört Blog.de auf. Alle Blogs hier verschwinden.
    Plausible Gründe, oder überhaupt Gründe, werden nicht genannt. Blog de wurde vor ein paar Jahren mit vielen großen Worten und Ankündigungen von Populis für über 8 Mios gekauft.
    So weit ich das nachlesen konnte, waren darin auch EU-Fördermittel enthalten. Ich nehme an, dass die Förderung jetzt aufhört und es keine Gewinnerhöhungsmöglichkeiten mehr gibt. Also schließt man eben einfach die Seite. Wen interessieren schon Blogger oder deren Leser.

    Ich werde mich jetzt schlau machen. Ich möchte auf keinen Fall einen Anbieter der dem amerikanischen Recht unterliegt (wie z. B. Word press). Ich lege wert auf deutschen Datenschutz und die sonstigen Rechte und Pflichten im Netz. Die Amis kommen also nicht in Frage und da muß man schon oft sehr genau hinsehen um dahinter zu kommen, wer wirklich der Träger/Anbieter ist und welches Recht gilt.
    Mit dem Wechsel wird vermutlich einiges an Arbeit verbunden sein, denn ich möchte diese hier schon vorhandenen Texte mitnehmen und nicht einfach verschwinden lassen. Ich lese zwar die alten Texte nicht noch einmal, weil geschrieben ist geschrieben und so war es eben damals, aber so einfach weglassen geht nicht.

    Wer sich in der Bloglandschaft mit den Anbietern und dem jeweils geltenden Recht auskennt, kann gerne sein Wissen rauslassen ;)

    Es gibt auch sonst noch ein paar Neuigkeiten und Aufreger, aber dazu ist jetzt einfach keine Zeit. Mal sehen ob ich am Wochenende irgendwie dazu komme.

  • Ein Warnschuss / Bloss nicht übertreiben

    Ein Warnschuss / Bloss nicht übertreiben

    Die letzten Wochen habe ich es wohl ein wenig mit Aktivitäten übertrieben und jetzt die Quittung dafür bekommen. Donnerstag saß ich am abend auf der Terasse, über 20 Grad und ich friere. Also mal kurz zum Fieberthermometer gegriffen und ziemlich erschrocken. So kurz vor 40, kein Wunder das ich friere. Aber außer einer leichten Übelkeit, keine wirklichen Symptome. Also ab ins Bett. Am Freitag morgen bin ich dann mit einem Kopf, so kurz vor dem Platzen, komplett geschlossenen Nebenhöhlen, einem Hals wie Sandpapier und immer noch recht hohem Fieber aufgewacht.
    Also habe ich mich über den Dok und den Lieferservice der Apotheke mal mit allem was der Erkältungsmensch so braucht, zur Sicherheit (vor dem Wochenende) versorgen lassen und bin sofort wieder ins Bett. Ich habe dann fast 24 Stunden mehr oder weniger durch geschlafen und erst mal noch keine Medis geschluckt. Als Kind konnte ich mich auch manchmal einfach gesund schlafen und nachdem die letzten Wochen wirklich anstrengend waren, ist das ja vielleicht auch einfach nur ein Warnschuss meines Körpers, jetzt mal wieder auf Erholung und Ruhe zu schalten.
    So wie es mir jetzt geht, hatte ich wohl recht. Diese Erkältungssymptome sind weitgehend verschwunden. Ein klein bisschen Husten und im Bauch noch immer ein wenig flau. Aber das Fieber ist fast weg, die Nebenhöhlen sind frei und der Kopf tut nicht mehr weh.

    Ich habe in den letzten Wochen hier recht wenig geschrieben, eben weil ich reichlich eingespannt war. Der Endokrinologe wollte mich mal wieder sehen und die Blutwerte kontrollieren und so ähnlich verlief es auch beim Onkologen. Der Garten verlangt zur Zeit einiges an Pflege und Einsatz, was ich sehr gerne mache. Na und dann habe ich ja auch noch einen kleinen Haushalt und sollte Kochen, Einkaufen, Wäsche machen und eben das Übliche.

    Zu dem Ehrenamtkind und meinem größeren Hütekind, wurde ich vor ein paar Wochen von einer jungen Frau (mit Migrationshintergrund) in einer wirklich schlimmen Notsituation um Hilfe angsprochen.
    Deren Kinder sind knapp sechs und sieben Jahre, entwicklungstechnisch aber weit hinterher und noch nicht in der Schule. Ich mag hier jetzt nicht die gesamte Situation schildern, aber es ist so schlimm, dass ich nicht nein sagen konnte. Nach ein paar Terminen dort zuhause, habe ich die Situation weitgehend erfaßt und bin, mit der Mutter zusammen, dabei sinnvolle professionelle Hilfe zu organisieren. Ich kann mich zwar ab und an mal um die Kinder kümmern, aber das, was da an Hilfe und Unterstützung wirklich notwendig und sinnvoll ist, kann ich nicht leisten.
    Ich helfe jetzt das alles zu organisieren und muß mich dann da wieder ein ganzes Stück rausziehen. Die letzten Tage haben mir gezeigt, dass das einfach über meine psychischen und physischen Fähigkeiten geht.
    Vier bis fünf Kinder-hüten und Mutter-helfen Termine pro Woche, sind einfach zuviel. Ob mir das nun paßt oder nicht. Außerdem laufe ich durch den häufigen Kontakt mit Kindern auch einfach Gefahr, mich mit den in diesem Alter ja absolut normalen und ständigen grippalen Infekten anzustecken. Das war es diesmal wohl nicht wirklich, aber es war knapp, sehr knapp. Nach so vielen Jahren Dauerchemotherapie, könnte so ein Infekt für mich wirklich verhängnisvoll werden und das muß ja nicht sein. Ich werde also meine Tätigkeiten da wieder auf ein kleineres Maß runterfahren müssen. Zwei Mal pro Woche ist ok, aber mehr geht eben dauerhaft einfach nicht.
    Es ist nicht leicht für mich. Ich sehe, gerade in der neuen Familie die wirklich große Not und den Bedarf, aber ich hoffe, das mit der professionellen Hilfe klappt zügig und ich kann dann da wieder weitgehend aussteigen. Die Leute für die ich normalerweise ehrenamtlich tätig bin, können hier nicht eingesetzt werden, weil die Kinder schon zu alt sind. Also mußte ich mir etwas anderes einfallen lassen und bin fündig geworden. Jetzt muß die Mutter tätig werden und einen einzigen Arzttermin machen um sich eine entsprechende Verordnung ausstellen zu lassen . . . . dann können die Profis innerhalb von vier Tagen loslegen und das tun, was für die Familie wirklich hilfreich ist. Mit ein wenig Kinder hüten ist der Mutter zwar kurzfristig mal geholfen, aber das ändert an der grundsätzlichen (fürchterlichen, mich auch sehr belastenden) Situation eben nichts und genau das ist eigentlich dringendst notwendig.
    Jetzt stehen Alle schon fast Gewehr bei Fuß und wir hoffen, die Mutter bekommt diesen einen, dringendst erforderlichen Termin zügig gebacken.
    Die Tatsache, dass sie mich, eine völlig fremde Person, um Hilfe angesprochen hat, ist ein gutes Zeichen (ich saß mit dem großen Hütekind im Bus neben ihr). Sie ist sich bewußt, dass Hilfe notwendig ist und diesen Menschen kann man dann auch meist helfen . . . . nur eben ich nicht wirklich.

    Es ist schon komisch. Über das Ehrenamt komme ich in Familien die meist recht gebildet sind, (bei mir fast immer Pädagogen,) und diese ehrenamtliche Hilfe, „eigentlich“ nicht wirklich (auch nicht wirtschaftlich) benötigen.
    Die Menschen, die das wirklich benötigen würden, empfinden „Hilfe annehmen“, als eigene Inkompetenzerklärung und haben Angst vor „Kontrolle“ und „Vorschriften“. Das ist zwar völlig blödsinnig, aber genau diesen Menschen einfach nicht zu erklären. Das ist auch bei den Treffen der Ehrenamts-Aktiven immer wieder Thema und wir wissen nicht wirklich, wie man besser an die Menschen, welche wirklich diese Hilfe dringend nötig hätten, rankommt.
    Wir kontrollieren nichts, wir haben nicht viel Papierkram. Wir entlasten einfach nur die Mütter/Väter/Eltern ein paar wenige Stunden pro Woche. Wir kümmern uns in dieser Zeit um die Kinder (bis zum ersten Lebensjahr). Fahren den Kinderwagen durch die Gegend, unternehmen sonst was, oder bespaßen die Kids zuhause. Nicht mehr und nicht weniger.

    Freitag mußte ich dann leider den Termin mit meinem großen Hütekind wegen dieser körperlichen „Krise“ absagen. Mit knapp 40 Fieber hüte ich keine Kinder und fahre vor allem auch nicht mit dem Roller durch die Stadt.
    Das werde ich noch das ganze Wochenende weitgehend so weitermachen und hoffe, bis Montag alles überstanden zu haben. So eine Fieber-Erkältungs -Woche, wie letztes Jahr in der Reha, kann ich nämlich jetzt wirklich nicht brauchen.
    Das Wetter spielt auch mit. Nach ein paar sehr warmen Sonnentagen ist es heute recht dunkel, Blitz und Donner und ein bisschen Weltuntergangsstimmung . . . . da läßt sich gut und ohne schlechtes Gewissen schlafen. Zumal ich in meinem Wasserbett sowieso schlafe wie ein Baby.
    Und jetzt geh ich wieder ins Bett.

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