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  • Reha

    Reha

    Das ging diesmal echt blitzartig. Den Antrag hatte mein Doc vor etwa drei Wochen losgeschickt und ich hatte mit einer Antwort wirklich nicht vor Ablauf von sechs bis acht Wochen gerechnet. Daher war ich reichlich platt über diese blitzartige Genehmigung.
    Ich fahre wieder zur Reha. Leider wieder eine mir unbekannte Klinik und nicht meine wirkliche Wunschklinik. Wieder eine große Klinik (193 Betten). Die Klinik ist aber nicht im Besitz irgendeines Konzernes. Sie wird direkt von der Rentenversicherung betrieben und daher hoffe ich auf etwas bessere Umstände. Die Kritiken die ich bisher gelesen habe, lassen hoffen.
    So langsam komme ich mir vor wie ein Rehaklinik-Tester (vier von fünf Kliniken würden komplett durchfallen).
    Aber ich bin recht optimistisch. Die dort vorhandenen Abteilungen lassen darauf hoffen, dass es keine 0 8 15 Behandlungskonzepte gibt und ein wenig auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen wird.
    Es geht wieder an die Ostsee. Diesmal nach Ückeritz auf Usedom. Wenn von meinen Lesern schon jemand dort war, würde ich mich über ein paar Infos sehr freuen. Es soll voraussichtlich im Juli los gehen. Also diesmal wirklich Sommer. Mal sehen ob das Wetter mitspielt. Meine Erwartungen sind in keiner Hinsicht sehr groß. Was ich bei meinen bisherigen Rehas so erlebt habe, macht mich ein wenig vorsichtig. Ohne große Erwartungen, sind die Enttäuschungen dann hoffentlich nicht so heftig.
    Ich hatte als Wunschklinik (Wunschrecht), eigentlich diese reine Krebs-Rehaklink angegeben in welcher ich schon mal war. Aber ich weiß, dass die Plätze dort schwer zu bekommen sind und hatte Ückeritz als Alternative angegeben. Eigentlich mag ich ja nicht immer an die gleiche Stelle, daher ist das so auch in Ordnung. Und wirklich viel Motivation auf eine reine Krebsklinik ist ja auch nicht vorhanden. Damit wäre ich nur auf Nummer sicher gewesen. Aber was Neues finde ich „eigentlich“ besser.
    Katzen- und Wohnungsversorgung sind gewährleistet. Glücklicherweise habe ich Freunde die das gerne und ohne großen Aufstand übernehmen.

    Naja, jetzt macht sich so ein klein wenig Vorfreude breit. Ich versuche die aber klein zu halten, denn ich habe schon genug Mist erlebt um zu wissen, zuviel Vorfreude kann zu Enttäuschungen führen. Aber auf drei Wochen zu dieser Jahreszeit an der Ostsee kann man sich schon freuen.
    Zu meiner letzten, total verunglückten (im wahrsten Sinne) Reha hatte ich ja alles mögliche für den Strand mitgenommen und dann hat es geschneit und mir dort dann auf deren defekter Treppe, den Fuß gebrochen . . . .

    Es gibt jetzt also schon wieder etwas positives auf das ich hinplanen und –leben kann. Wenn mein Zustand bis dahin einigermassen stabil bleibt, werde ich die Zeit dort auch gut nutzen können und sicher davon profitieren. Ein wenig Bauchgrummeln verursacht die Tatsache, dass die Klinik am Steilufer liegt und man über eine lange Treppe gehen muß. Treppen, vor allem lange Treppen, sind mir nach dem Unfall in der letzten Reha, noch immer nicht wirklich angenehm. Ich hoffe, da es sich ja um eine Klinik handelt und Behinderte dort eigentlich ständig anwesend sind, auf Alternativen um an den Strand zu kommen. Mein Fahrrad werde ich diesmal wohl nicht mitnehmen können, dazu ist schon die Anreise zu kompliziert und zeitaufwändig. Aber egal, am Steilufer hätte ich auch mit Fahrrad wohl keinen Vorteil.

    Jetzt geht es in die Hängematte und heute abend zu einem Osterfeuer.

  • Frühling, Vermischtes und Katzenlady

    Frühling, Vermischtes und Katzenlady

    Meine Tulpen blühen endlich und die Forsythie ist verblüht. Jetzt ist endlich auch hier Frühling.
    Wer hätte vor vier Jahren darauf gewettet das ich auch diesen Frühling wieder begrüßen kann ? Ich nicht und meine Ärzte auch nicht. Wenn ich daran denke was mir im vergangenen Jahr etwa um diese Zeit passiert ist, bin ich so was von dankbar, jetzt endlich mal wieder ohne große körperlichen Einschränkungen leben zu können. Was den Sommer betrifft, bin ich optimistisch. So wie es mir zur Zeit geht, sollte auch ein weiterer Sommer kein großes Problem sein. Manchmal ist es ein wenig unheimlich. Ich weiß ja was da so alles in mir lauert, aber offensichtlich noch die Füße stillhält. Ich sah schon lange nicht mehr so fit und gesund aus, wie zur Zeit. Klar ist das trügerisch und kann sich wirklich sehr plötzlich und schnell ändern, aber damit befasse ich mich dann, wenn es eintritt.
    Meine gesamten Therapieentscheidungen und Diagnosen sind richtig gewesen, auch wenn die Kittelträger nicht immer meiner Meinung sind und waren.
    Der Luschenonkologe ist nur noch für Rezepte und Überweisungen zuständig. Ansonsten sieht er mich nicht und ich mache was ich will und für richtig halte.

    Wegen meiner Kack-Überschwemmung (hier) hatte ich meinem Vermieter ja eine Rechnung geschrieben. Die haben das JETZT alles ihrer Haftpflichtversicherung weiter geleitet . . . . passiert ist das im November und die Rechnung haben die im Dezember bekommen. Überall das Gleiche. Monatelange Bearbeitungszeiten und dann geht doch alles an die Versicherungen die dann ebenfalls nur Zeit schinden wo sie können. Die Versicherung wird ganz sicher wieder zunächst alles ablehnen und ich muß dann schon wieder per Anwalt reagieren . . . . dieses dämliche Spielchen ist sooooo nervig.
    Aber genau damit taktieren die Herren und Damen. Weil es nervt, haken die meisten nicht nach und lassen alles auf sich beruhen. Aber nicht mit mir. Dazu habe ich jetzt wirklich schon viel zuviel in dieser Richtung erlebt. Ich hatte hier eine riesige Sauerei und meine Gesundheit war durch die Keime erheblich gefährdet. Das lasse ich doch nicht einfach auf sich beruhen.

    Ansonsten läuft das Ehrenamt weiter. Ich geniesse die Zeit mit dem Baby und bin dann aber auch froh, es wieder abgeben zu können. Die Eltern sind super entspannt und nett. Bisher hatte ich da auch wirklich Glück. Immer süße Kinder und nette Eltern.

    Darüber was sonst so in der Welt los ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Egal in welche Ecke der Erde man sieht, an so vielen Ecken Auseinandersetzungen, Tote, Verletzte, Opfer, Hungernde, etc. und auf der anderen Seite Menschen die einfach den Hals nicht voll genug bekommen können. Ob es um Macht, Ansehen oder Reichtum geht. Ab einem gewissen Punkt, scheint diese Art Mensch alles was eigentlich wichtig ist im Leben, komplett zu vergessen. Da hat doch neulich tatsächlich jemand darüber im Fernsehen berichtet, wie schlecht es jetzt der Familie Hoeneß wirtschaftlich gehen wird . . . Sorry, aber da fällt mir nichts dazu ein. 40 Millionen Steuern hinterzogen, Besitzer einer Fabrik, Einkommen vom Fußballverein und aus der Werbung. Man kann sich ja ausrechnen wie hoch das Einkommen für 40 Mios Steuern war und das ist nur ein Teil des Ganzen. Sorry, aber da habe ich keinerlei Mitleid. Auch das letzte Hemd von Herrn Hoeneß hat keine Taschen.
    Aber ich begegne immer wieder Menschen, die dieses Spiel nicht mitspielen und sich Empathie erhalten haben. Sie sind eine Seltenheit, aber es gibt sie und ich finde es wertvoll, solche Menschen zu kennen und kennen zu lernen.
    Letzten Sommer hatte ich einen Arzt kennengelernt. Außerhalb einer Praxis und Klinik und nicht als Patientin. Er hatte auch ein Blog. Ich hatte das nicht hier verlinkt, weil ich einfach ein komisches Gefühl hatte über seine Beweggründe. Er kam mir aber recht engagiert vor.
    Jetzt zappe ich neulich mal durch alle Fernsehprogramme und was sehe ich 8| der Herr Doktor verkauft jetzt im Fernsehen Matratzen. Mein Gefühl, dem Engagement nicht zu trauen, wurde bestätigt. Er macht eben auch jeden Mist, Hauptsache die Kohle stimmt. Sorry, aber das ist in meinen Augen absolut daneben.

    Meine Katzenlady wird immer zutraulicher. Inzwischen kommt sie ab und zu auch mal und rollt sich auf meinem Schoß zusammen. Ihr Chef-Getue wird immer weniger. Wir rumpeln nur noch ganz selten aneinander. Am schönsten findet sie es wenn ich im Garten am werkeln bin. Sie fordert mich dann immer auf ihre spezielle Art zum Spielen auf und hüpft wie ein Ziegenböckchen über die Wiese. Oder sie rast wie von der Tarantel gestochen durch die Gegend und klettert auf die Bäume. Am lustigsten ist ihr Gesicht dabei. Sie versteckt sich dann halbwegs, platt auf dem Boden, Hintern in die Höhe und wilder Blick.
    Sie tretelt aber nur, wenn ich im Bett liege und die Augen geschlossen habe. Dann aber richtig und mit extrem lautem Schnurren. Keine Ahnung warum sie das nur „heimlich“ tut. Das hatte ich noch bei keiner Katze. Im Bett kommen wir uns dank des „Throns“ auch nicht mehr in die Quere. Sie hat den höchsten Platz im Bett und ich kann mich frei bewegen. Es ist schön zu sehen, dass es noch immer eine Entwicklung gibt. Die Weiber-WG funktioniert gut.

  • Neue Menschen, Neue Dinge und juristisches

    Neue Menschen, Neue Dinge und juristisches

    Ich habe inzwischen Kontakt mit Ehrenamtfamilie Nr. 3. Sehr nett und entspannt. Vier Kinder. 3,5 und 7 Jahre und das Jüngste ist 7 Wochen. Ein ganz süßer Fratz und ich werde mich in den nächsten Wochen dann immer mal wieder ein paar Stunden mit ihm beschäftigen. So hat die Mama dann ein bisschen Zeit um mit den „Großen“ etwas zu unternehmen.

    Dann gehöre ich ab jetzt auch zum Kreise der Smartphonebesitzer. Ich muß mich allerdings noch ein wenig mit dem Gerät auseinandersetzen. Für das Internet werde ich es aus Kostengründen aber nur punktuell nutzen. Damit verbunden ist nun auch ein endgülter Wechsel meiner Rufnummer und einige Pappnasen habe ich somit auch endgültig von der Backe. Die mir wichtigen Menschen bekommen meine neue Nummer natürlich mitgeteilt. Das dauert aber noch ein bisschen. Erst wenn ich das Ding rundum beherrsche.

    Die juristische Auseinandersetzung mit der Rehaklinik, geht jetzt vor Gericht. Es wird Klage eingereicht. Die Rehaklinik meinte beim letzten Versuch sich außergerichtlich zu einigen, ich hätte ja den Behinderteneingang nutzen können.
    >:XX Da ist mir dann doch kurz mal die Luft weggeblieben Ich war bis zu dem Unfall auf dieser kaputten und nicht vorschriftsmässigen Treppe, nicht gehbehindert. Die haben doch echt nicht alle Latten am Zaun. Auch wenn es zwanzig Behinderteneingänge gibt, muß der Haupteingang den Vorschriften entsprechen und darf nicht zusätzlich auch noch Schäden aufweisen . . . . . Naja, jetzt mahlen dann die Mühlen der Justiz. Hoffentlich nicht all zu langsam.

    Gesundheitlich gibt es keine wirklichen Neuigkeiten. Einiges an kleineren Problemchen, die ich aber durch mein Pflegefachwissen ganz gut im Griff habe. Dann noch ein paar etwas größere Problemchen, mit welchen ich aber auch ohne Arzt gut klar komme. Nach knapp vier Jahren durchgehender Chemotherapie, sind ein paar Problemchen aber zu erwarten und es könnte auch viel schlimmer sein.

    Gelegentliche abendliche und sonstige Veranstaltungen, Ehrenamt, Papierkram, Gartenarbeit, Freunde und alles was man eben so treibt . . . . ich bin viel unterwegs und geniesse meine Zeit.

    Hier Links zu zwei Veranstaltungen von denen ich hier schon die Karten liegen habe und auf die ich mich mächtig freue.

    Ballet2

    Ballet1

  • Eine besondere Busfahrt

    Eine besondere Busfahrt

    Inzwischen habe ich mich ja von meiner ersten Familie die ich über das Ehrenamt unterstützt habe, verabschiedet und bin mit Familie 2 zugange.
    Donnerstag war ich zum Babysitten verabredet. Also das Baby drei, vier Stunden ausführen. Da mir diese Stundenzahl zum durch die Gegend tapern dann doch zuviel ist, bin ich zu einem Bekannten zum Kaffee gefahren. Die Busfahrt dauert so um die 20 Minuten und dort kann ich bei Bedarf dann auch die Lütte füttern und wickeln.
    Ich habe mich dann zeitig wieder auf den Rückweg gemacht. Die ersten beiden Haltestellen lief auch noch alles normal. Danach hat sich der Bus nur noch alle paar Minuten ein paar Zentimeter weiterbewegt. Die Autobahn war voll gesperrt und eine der Hauptdurchgangsstraßen auch. So waren alle, aber wirklich alle und auch die kleinsten Geheimsträßchen, komplett verstopft. Es hat sich nichts bewegt. Es wurde wie wild gehupt und geschimpft, was angesicht des Verkehrsaufkommens völlig blödsinnig war.
    Die Strecke mit dem Kinderwagen und zu Fuß zu bewältigen war nicht möglich. Ich konnte die Mutter der Kleinen per Handy informieren und große Panik vermeiden.
    Tja und da saß ich nun im Bus und mußte die Kleine dann über drei Stunden irgendwie ständig bespassen und bespielen. Glücklicherweise hat das gut geklappt und es gab keinerlei Geschrei. Aber nachdem ich dann die Kleine wieder ihren Eltern übergeben hatte, war ich mehr als platt. So Babyrumgehampel kann auf so eine lange Zeit ganz schön anstrengend sein und ich hoffe, so was nicht mehr zu erleben. Insgesamt habe ich also über sechs Stunden mit der Kleinen verbracht und das war mir dann doch etwas zuviel.

  • Narkose, Narkoseangst, - Infos

    Narkose, Narkoseangst - Infos

    Immer wieder höre ich Horrorgeschichten. Immer wieder erzählt mir jemand von seiner Angst vor Narkosen.
    Ich möchte hier versuchen ein paar Infos anzubringen um vielleicht manche Angst etwas bremsen zu können.

    Die Haupthorrorgeschichte die man immer mal wieder hört, ist die vom Wachwerden während eines Eingriffs und sich nicht äußern oder wehren können.

    Heute ist das eigentlich so gut wie ausgeschlossen, da völlig andere Medikamente genommen werden und die Narkosen ganz anders funktionieren als früher.

    Es gibt zwei unterschiedliche „Vollnarkosen“. Die sogenannte Intubationsnarkose und die Kurznarkose mit Larynxmaske. Intubationsnarkosen werden bei längeren Eingriffen genutzt. Das erkläre ich jetzt aber nicht ausführlich, wer dazu fragen hat, raus damit oder ab zu Google. Eigentlich gehört genau das auch zur Narkoseaufklärung vom Narkosearzt vor einem Eingriff. Der hauptsächliche Unterschied für Patienten ist, dass man nach einer Intubationsnarkose manchmal hinterher heiser ist und/oder Halsschmerzen haben kann. Bei einer Narkose mit Larynsmaske gibt es das nicht.

    Früher bekam der Patient erst ein Schlafmittel und danach etwas zur Muskelentspannung (Relaxierung/Relaxation).
    Manchmal in Gasform und manchmal als Spritze/Infusion.
    Die früheren Muskelentspannungsmittel haben komplett alle Muskeln entspannt. Das konnte dann dazu führen, wenn nicht genug Schlafmittel im Körper waren, wurde man sozusagen, komplett gelähmt wach.
    Das kann heute fast gar nicht mehr passieren.
    Es werden heute völlig andere Mittel verabreicht und Lähmung ist bei fast keinem Eingriff mehr erwünscht und daher werden auch keine Lähmungsmittel gegeben. Also ohne diese Lähmungsmittel kann man auch nicht gelähmt aufwachen. Im Angstfall, fragen ob man „relaxiert“ werden, d. h. diese Muskelentspannungsmittel bekommen soll.

    Wer absolut auf Nummer sicher gehen möchte und einen geplanten Eingriff vor sich hat, kann sich nach einem Krankenhaus umsehen, in welchem EEG gestützte Eingriffe gemacht werden.
    Das heißt, während des Eingriffs läuft ein EEG welches die Hirnströme anzeigt. Sobald die Tendenz zum Erwachen auftaucht, macht sich das in den Hirnströmen deutlich und die Geräte machen Alarm. Aber selbst wenn man aufwachen würde, ist man eben nicht wehrlos gelähmt ! Wenn eine Narkose mit Relaxierung geplant ist, macht das auf jeden Fall Sinn.

    Die Maske die man zu Beginn der Narkose oft vor die Nase gehalten bekommt, bringt keine Narkosegase in den Körper. Da kommt nur Sauerstoff raus um den Körper absolut maximal damit versorgt zu haben, bevor man dann schläft. Es stinkt meist nach Gummi, Desinfektionmitteln, oder Plastik, aber das ist kein Narkosegas. Das wird aber, weil viele Patienten diesen Geruch nicht mögen und durch die Maske aufgeregt werden, nicht mehr überall gemacht.

    Wenn jemand schon mal unter Übelkeit nach einer Narkose gelitten hat, ist es sehr wichtig das zu sagen. Dann gibt es entsprechende Mittel und das sind keine Hammermedikamente, sondern das ist ausgesprochen sinnvoll.

    Wer eine Narkoseeinleitung mit Propofol (das ist das Schlafmittel) bekommt, sollte auf ein wenig Lokalanästhesie im Schlauch bestehen, bevor das Propofol gespritzt wird. Das Zeug brennt nämlich ziemlich und so einzuschlafen ist nicht gerade entspannt. Das wird zwar in einigen Ops schon als Routine gemacht, aber eben nicht in allen. Ob man Propofol bekommt, kann man auch im Narkosevorgespräch erfragen und wenn ja, dann nach dem Lokalanästhetikum fragen und das dann ev. auch schriftlich fixieren lassen.

    Man kann durchaus auch zum Narkosevorgespräch eine Begleitung mitnehmen oder sich einen Zettel mit den offenen Fragen vorbereiten.
    Wichtig ist, beim Aufklärunggespräch mit dem Narkosearzt vor dem Eingriff alles genau zu besprechen. Alle Fragen stellen und auch sämtliche Ängste und Bedenken äußern, so lange, bis man alles auch verstanden hat. Das müssen die aushalten und das gehört zu deren Beruf.

    Die generelle Angst vor dem Ausgeliefertsein ist auch verbreitet. Das Gefühl keine Kontrolle zu haben und nicht überwachen zu können, was geschieht, macht manchen Patienten auch Probleme. Dazu kann ich nur sagen, es gibt keinen Augenblick im Leben, in welchem man so kontrolliert und überwacht ist, wie während einer Narkose:

    - Man ist an ein EKG ( das sind die Klebepunkte am Brustkorb) angschlossen und die komplette Herztätigkeit ist ständig unter Kontrolle.
    - Ein Nupsi an einer Fingerkuppe überwacht während der ganzen Zeit den Sauerstoffgehalt im Blut.
    - Durch Larynxmaske oder Tubus wird jeder Atemzug überwacht. Häufigkeit, Zusammensetzung der Atemluft, Intensität bzw. Atemvolumen,
    - Bei langen (oder bestimmten) Eingriffen wird per Temperatursonde die Körpertemperatur überwacht.
    - Wenn üblich, wird per EEG die Hirntätigkeit kontrolliert.
    Alle Geräte machen Alarm wenn etwas außerhalb der Norm geschieht.

    Wer noch Fragen hat kann sich gerne melden. Wenn ich etwas nicht spontan beantworten kann, habe ich die Möglichkeit, relativ einfach an die entsprechende kompetente Info zu kommen.

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